Hintergrund

Ihre Anfrage nach "Fantasy" lieferte 9 Ergebnisse.


...und dazu ein Einhorn

Fantasy-Autor Kai Meyer spricht über Sehnsüchte, Tolkien und die Ratten von Hameln

Kai Meyer ist einer der bekanntesten Fantastik-Autoren in Deutschland. Im Jahr 1995 veröffentlichte er den Roman Rattenzauber - ein unheimlicher Roman, der die Sage vom Rattenfänger neu erzählt und mystische mit historischen Elementen auf ansprechend gruselige Art vermengt. Inzwischen hat Meyer, der 1969 in Lübeck geboren wurde, über fünfzig Romane veröffentlicht, Übersetzungen erscheinen in dreißig Sprachen. Seine Geschichten wurden als Film, Hörspiel und Graphic Novel adaptiert und mit Preisen im In- und Ausland ausgezeichnet. Wir haben mit ihm über die Liebe zu fantastische Welten, Sehnsucht und Realitätsflucht gesprochen. weiterlesen


Die Götter des Nordens

Noch immer erinnern Wochentage an ihre Herrschaft

Von Cornelia Kurth Sie kennt das Schicksal aller, doch sie verrät kein Wort. Er will in die Zukunft sehen und opfert dafür sein Auge. Und dann ist da einer, der sich als bester Freund ausgibt, und schließlich alle verrät. Die nordische Götterwelt ist rau, ja brutal. Ihre Gottheiten sind sterblich und müssen untergehen. Und doch spielen sie bis heute in unseren Alltag hinein. weiterlesen


Geliebter Galgenvogel

Der Ruf der Krähe ist zweifelhaft, dabei ist sie ein gewiefter Zeitgenosse

Von Gabriele Laube Kaum ein Vogel spaltet die Meinungen so wie Krähen. Städter sehen in ihnen oft nur schwarzgefiederte Störenfriede, die ihre Straßen vollkoten. Sie fürchten den krähendüsteren Himmel über den Häusern, wenn die Vögel im Winter massenhaft von der Futtersuche auf den Feldern in ihre hohen Nachtquartiere zurückkehren. Doch nur wenige beobachten die Rabenvögel so, wie es unsere Vorfahren taten. Diese zogen dabei erstaunliche Schlüsse aus deren Verhalten. weiterlesen


Kinder, Angst und Märchen

"Das Leben ist nicht nur rosa Zuckerguss"

Von Bastian Benrath Grimms Märchen haben in der Vergangenheit viel Kritik einstecken müssen: Sie seien zu grausam, würden Kindern Angst machen. Die Märchen-Experten, die sich derzeit in Würzburg versammeln, sehen das anders: Märchen drückten vielmehr ein Menschheitsbedürfnis aus. weiterlesen


Mein Lieblingsmärchen ist...

Prominente erzählen, was sie früher am liebsten gehört haben

Wohl fast jeder hat ein Märchen, an das er sich besonders gut erinnert. Einige Prominente haben uns erzählt, an was sie sich besonders gut erinnern, was sie wichtig finden oder einfach besonders gern mögen weiterlesen


Ungeheuerlich

Der furchteinflößende, kämpferische und neuerdings freundliche Drache

Von Cornelia Kurth Wie niedlich Drachen doch sein können. Sie heißen Grisu und Kokosnuss, Tabaluga, Nepomuk und sogar „Hab-mich-lieb“. Gemeinsam ist diesen Kinderbuch-Drachen, dass sie genau das Gegenteil ihrer ursprünglich so furchteinflößenden Vorfahren sein wollen. Da werden keine Prinzessinnen geraubt, keine Menschen gefressen und schon gar nicht erscheinen Drachentöter, die sie heldenhaft töten. Diese Drachen sind Freunde der Menschen – das ist wirklich neu. weiterlesen


Von Untoten und Wiedergängern

Vom Baxmann, der einfach nicht sterben konnte

Von Annette Hensel Ein Friedhof, Ruhestätte für die Toten. Plötzlich galoppiert ein kopfloser Reiter aus einer Gruft, streckt sich eine Kinderhand aus einem Grab in die Höhe ... Gruselszenen solcher Art sind keine Hollywood-Erfindung. Bereits 1552 wird in einem Lied von Hans Sachs von der Hand eines toten Jünglings berichtet, der seine Mutter zu Lebzeiten misshandelt hat und aus dem Grab heraus nach ihr greift. Ähnlich verhält es sich bei „Das eigensinnige Kind“ der Brüder Grimm, zu dem sie anmerken, es sei Sage und Glauben, dass dem, welcher seine Eltern schlägt, die Hand aus der Erde wächst.Tote, die keinen Frieden finden und in die Welt der Lebenden zurückkehren, sogenannte Untote, Seelen- oder Wiedergänger, begegnen uns in Sagen und Märchen immer wieder. Dazu zählt auch der Hessisch Oldendorfer Baxmann, einer, der etwas auf dem Kerbholz hat und bei einem Lebensalter von 91 Jahren (im 17. Jahrhundert!) in den Augen der Zeitgenossen mit dem Teufel im Bunde stehen muss. Cordt Baxmann war Turmwächter und Stadtmusikant des Ortes, später Pächter des Ratskellers. Er soll Wanderer beraubt und getötet haben, Kornschmuggel und und andere Betrügereien sagte man ihm nach, die Menschen gehen dem Mann aus dem Weg. weiterlesen


Warum wir erzählen

Menschen lieben Geschichten - weil sie der Schmierstoff der Gesellschaft sind

Von Dorothee Balzereit Dort ist sie ertrunken“, sagte meine Mutter, wenn wir an dem kleinen Teich unterhalb der Schaumburg vorbeikamen. Dem Mädchen, das man hineingeworfen hatte, habe man Wackersteine an Arme und Beine gebunden, um zu sehen, ob sie eine Hexe sei. Bleibe sie oben, sei sie eine Hexe, glaubte man früher. Das Mädchen ertrank. Zuvor hatte sie noch einen Lindenzweig in die Erde gesteckt: Wenn sie unschuldig sei, würde der Baum blühen, soll sie gesagt haben. Die Linde wurde riesig, ich bestaunte sie ehrfürchtig. weiterlesen


Wunder gibt es immer wieder

Unerklärliches ist elementarer Bestandteil unseres Lebens

Man schreibt das Jahr 1500. Immer mehr Pilger drängen zum wundertätigen Bildstock oberhalb Münders an der Straße nach Springe. Opfergaben werden niedergelegt. Jahre später notiert der Stadtschreiber: „Der Priester aber (…) hat die Opfer, so täglich angefallen, fleißig aufgehoben und an demselben Orte eine schöne Kirche angefangen zu bauen. Zu Ehren der heiligen Anna, wozu ihm die Leute aus Münder und die Benachbarten gerne mit Andacht geholfen haben.“ 1506 ist die vorreformatorische Wallfahrtskirche fertig. Am 26. Juli findet die erste Wallfahrt statt. Heute liegt nur noch der Grundriss der „St. Annen-Kapelle“ als Bodendenkmal wenige Zentimeter unter der Oberfläche eines Ackers. weiterlesen