Hintergrund

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Legenden und Brauchtum zum Martinstag

Vom Himmelssturm Wotans bis zum Martini-Markt

Von Wilhelm Gerntrup Der November ist seit alters her der Monat der Rückbesinnung und inneren Einkehr. Zu keiner anderen Jahreszeit gab und gibt es so viele Gedenktage. Den Auftakt machen die Katholiken mit Allerheiligen und Allerseelen (1. und 2.). Am 16. November des Jahres stimmen sich die evangelischen Gläubigen mit ihrem Buß- und Bettag auf den Totensonntag am 20. November ein. Zwischendurch wird am 9. an „Reichskristallnacht“ und Judenpogrome erinnert. Und seit den 1920er Jahren wird am 14. November ebenfalls konfessionsübergreifend – ein Volkstrauertag begangen Kein Wunder, dass es der am kommenden Samstag anstehende und eher fröhlich daher kommende „Martinstag“ zwischen all den schwermütig-schwergewichtigen Anlässen nicht leicht hat. weiterlesen


...und dazu ein Einhorn

Fantasy-Autor Kai Meyer spricht über Sehnsüchte, Tolkien und die Ratten von Hameln

Kai Meyer ist einer der bekanntesten Fantastik-Autoren in Deutschland. Im Jahr 1995 veröffentlichte er den Roman Rattenzauber - ein unheimlicher Roman, der die Sage vom Rattenfänger neu erzählt und mystische mit historischen Elementen auf ansprechend gruselige Art vermengt. Inzwischen hat Meyer, der 1969 in Lübeck geboren wurde, über fünfzig Romane veröffentlicht, Übersetzungen erscheinen in dreißig Sprachen. Seine Geschichten wurden als Film, Hörspiel und Graphic Novel adaptiert und mit Preisen im In- und Ausland ausgezeichnet. Wir haben mit ihm über die Liebe zu fantastische Welten, Sehnsucht und Realitätsflucht gesprochen. weiterlesen


Als auf dem Berg die Riesen hausten

Von Wilhelm Gerntrup Ob Gewitterblitz, Orientierungssinn der Fledermäuse oder soziales Zusammenleben der Ameisen – die moderne Naturwissenschaft liefert für (fast) alles eine logische Erklärung. Was die Leute früher in Angst, Schrecken oder andächtiges Staunen versetzte, lässt sich heute als Folge und Ergebnis evolutionärer Entwicklungsprozesse nachweisen. Das war zur Zeit unserer Großväter und Urgroßmütter noch anders. Für sie war das Geschehen zwischen Himmel und Erde noch mit wundersamen und phantasievollen Vorstellungen verbunden. Eine gewichtige Rolle in den Erklärungsversuchen spielten Riesen und Zwerge. Die Kunde von deren Wirken gehörte einst zum Pflichtunterrichtsprogramm der Schulen. weiterlesen


Das edle Einhorn

Geschichte eines Fabelwesens

Von Cornelia Kurth Einhörner, wunderschön, sanft und scheu, doch zornig gegen Feinde, die sie mit ihrem spitzen, gezwirbelten Stirnhorn töteten – es gibt nicht viele mythische Wesen, an deren reale Existenz jahrtausendelang geglaubt wurde. Man wusste schon von den Persern her, wie Einhörner aussahen, man gab diese Beschreibungen und weitere Erzählungen in Reiseberichten, Volksbüchern, wissenschaftlichen Arbeiten und als Historiker weiter. weiterlesen


Das Schicksal des Antonio Congo

Hat der Häuptlingsohn auf der Hochebene seinen Peiniger gesucht?

Joachim Zieseniss Die Ottensteiner Hochfläche – an die 300 Meter hoch, karge Äcker, kalte Winter und meistens viel Wind vor der Haustür: Im 19. Jahrhundert ein Stück dünn besiedeltes Weserbergland, auf dem meistens nur lebte, wer hier geboren war. Und auf dem auch nur begraben wurde, wer hier geboren war und auch gelebt hatte. Mit einer exotischen Ausnahme: Auf dem Friedhof Hattensen liegt unter einer alten Linde ein junger Afrikaner begraben. weiterlesen


Der Graf und die Wichtelfrau

Von Seitensprung und Zauberbann

Die Paschenburg ist keine Burg, Adelige gab es dort nie und trotzdem kommt ein Graf in der Sage von der „Wichtelfrau von der Paschenburg“ vor. Das klingt alles verworren, ist aber Teil einer besonderen Geschichte des Hauses ganz in der Nähe der Schaumburg. weiterlesen


Der Porzellanformel auf der Spur

Wie ein Wirtschaftskrimi: Wie aus einer herzoglichen Idee die erfolgreiche Manufaktur Fürstenberg wurde

Von Dorothee Balzereit Edles, weißes Porzellan hat eine lange Geschichte, die bis ins alte China reicht. Dort wurde es wahrscheinlich schon im 6. Jahrhundert hergestellt. Wie, das hielten die Chinesen geheim. In Deutschland versuchten „Arkanisten“ ab dem späten 13. Jahrhundert das Geheimnis zu lüften. So, wie die Alchemisten nach der Formel zum Goldmachen suchten, waren die Arkanisten dem Geheimnis des Porzellans auf der Spur. Einer von ihnen war Johann Christof Glaser, der für  in Wolffenbüttel die Porzellanfabrik in Fürstenberg zum Erfolg führen sollte. Doch bis das erste reinweiße, heute überaus erfolgreiche Porzellan hergestellt werden konnte, sollte es ein steiniger Weg werden: Es vergingen Jahre bis man herausfand, dass Glaser ein Betrüger war. weiterlesen


Die Hünen-Saga

Von Riesen und Zwergen im Schaumburger Land

Ob Gewitterblitz, Orientierungssinn der Fledermäuse oder soziales Zusammenleben der Ameisen – die moderne Naturwissenschaft liefert für (fast) alles eine logische Erklärung. Was die Leute früher in Angst, Schrecken oder andächtiges Staunen versetzte, lässt sich heute als Folge und Ergebnis evolutionärer Entwicklungsprozesse nachweisen. Das war zur Zeit unserer Großväter und Urgroßmütter noch anders. Für sie war das Geschehen zwischen Himmel und Erde noch mit wundersamen und phantasievollen Vorstellungen verbunden. Eine gewichtige Rolle in den Erklärungsversuchen spielten Riesen und Zwerge. Die Kunde von deren Wirken gehörte zum Pflichtunterrichtsprogramm der Schulen. In der Grafschaft Schaumburg war eine 1962 vom Kreislehrerverein in Rinteln herausgegebene Fibel „Heimatsagen aus der Grafschaft Schaumburg“ in Gebrauch. Im benachbarten Schaumburg-Lippe benutzte man eine Sammlung des Ex-Landesschulrats Dr. Espe. Der Titel: „Heimatbilder aus dem Schaumburger Land und seiner Umgebung“. weiterlesen


Die Unnahbaren

In Sagen und Märchen spielen Engel oft nur eine Nebenrolle

Von Cornelia Kurth In Märchen und Sagen wimmelt es nur so von fantastischen Gestalten, von Hexen und Zauberern, von Zwergen, Riesen, Drachen und Elfen. Eine Gruppe aber, von der es doch so viele Bilder und Geschichten gibt, die hält sich aus dem volkstümlichen märchen- und sagenhaftem Umfeld fast ganz heraus: die Engel. Von einer Ausnahme abgesehen. weiterlesen


Die wahren Krimis schreibt die Geschichte

Aus der Sagenwelt des Schaumburger Landes

Weiße Frauen, Hexen, unschuldig verurteilte Jungfrauen, Werwölfe, kopflose Wiedergänger, Gespensterwesen, Feengestalten, Riesen und gute und böse Zwerge: Sie alle haben und hatten ihr Zuhause auch im Schaumburger Land, zumindest in der Sagen- und Legendenwelt, die sich in den vergangenen Jahrhunderten gebildet hat. weiterlesen


Die Wurzeln des Osterfests

Zeit der Hoffnung

Von Wilhelm Gerntrup Kaum ein anderes Fest ist so mit Symbolen befrachtet wie Ostern. Von den Christen als Auferstehung Jesu gefeiert, reicht die kulthafte Bedeutung des neben Pfingsten ältesten und wichtigsten christlichen Festes bis in die frühe Menschheitsgeschichte zurück. Ostern markiert den Zeitpunkt des Lichtwerdens, des Erwachens und der Wiederauferstehung der Natur und des Lebens. Dieser Hoffnung spendende und Neuanfang verheißende Moment wird seit Menschengedenken weltweit gefeiert. Das Gemisch zwischen christlichen und heidnischen Ursprüngen kommt bis heute im Brauchtum zum Ausdruck. Die Einzelrituale sind von Region zu Region und von Ort zu Ort verschieden. weiterlesen


Drache, Einhorn und Basilisk

Sagenhafte Tiere / Die Ausgeburten des Schreckens schuf der Mensch allein

Es liegt an den Menschen selbst, wenn sie in Tieren böse Geister sehen. Furcht und Aberglauben verleihen der Phantasie Flügel. Der babylonische Tiamat, ein Urbild des Drachen, glich einer gewaltigen Riesenschlange, und auch im Griechischen bedeutete Drakon nichts anderes als eine Schlange. weiterlesen


Ein göttlicher Bote

Der weiße Hirsch - Reittier in die Anderswelt

Der Hirsch ist in vielen Religionen das Symbol für den sterbenden und wiederauferstehenden Gott. In den meisten vorchristlichen Religionen ist der Hirschgott ebenfalls verkörpert. Im Schamanismus ist der Hirsch, meistens als weißer Hirsch, das Reittier in die Anderswelt. Auch in den keltischen Geschichten taucht der Hirsch im Zusammenhang mit der Nähe der oder dem Übergang in die Anderswelt auf. Die weiße Farbe ist neben ihrer Bedeutung als Reinheitssymbol auch eine Farbe für die Anderswelt. weiterlesen


Eine Augenzeugin gab es

Quellen zur Rattenfängersage

Besonders viele Quellen gibt es nicht zur Rattenfängersage - was das Rästelraten um die Geschichte möglicherweise so spannend macht. Zwei der ältesten Quellen befinden sich außerhalb Hamelns. weiterlesen


Hamelner Sagen

Vom Finkenborner Weg, dem Münster und anderen Orten

Das Geheimnisvolle bleibt, auch wenn sich manches natürlich erklären läßt In den Sagen und Märchen waltet die Volkspoesie und sucht das Geheimnisvolle undUnerklärliche zu deuten. Sie sind für uns wichtige Quellen der Volkskunst und Erzeugnisse der schöpferischen Phantasie, aus denen mancherlei Erkenntnisse und Weisheiten hervorleuchten weiterlesen


Im Reich der Alraune

Von Liebesäpfeln und Wurzelmännern, betörenden Düften und großem Geschrei

Von Peter Weber Es gibt Pflanzen, die kommen gut ohne ihr übernatürliches Beiwerk aus, das ihnen die Menschheit angedeihen lässt. Bei der Alraune allerdings erscheint das schier unmöglich, sie ist eine „Zauberpflanze“ schlechthin. Kulturen- und zeitenüberdauernd, verkörpert sie ein geheimnisvolles Wesen, dem in der Kürze kaum beizukommen ist. weiterlesen


Kam der Rattenfänger am Sonntag?

Der heutige Rattenfänger hat sich Gedanken gemacht

Von Michael Boyer Busunternehmen, Touristen und Hamelenser wissen es sicher: der Rattenfänger kommt am Sonntag - und zwar genau um 12 Uhr Mittags den ganzen Sommer lang. Wie historisch mag das sein? Überlieferungen erwähnen den 26. Juni 1284 als Tag des Auszugs der Hämelschen  Kinder. Die Legende besagt, dass die Bürger in der Marktkirche waren, als der Pfeifer seinen Zug begann. So könnte es rückblickend logisch sein, dass die Entführung an einem Sonntag war.   weiterlesen


Legende von der Schlacht im Süntel

Am Hohenstein besiegte Sachsenherzog Widukind vor 1200 Jahren die Franken

Sie kämpfen aus Hass, Gier und Neid, wir verteidigen unsere Götter, unser Leben und unsere Freiheit!“, schrie Sachsenherzog Widukind seinen Männern zu. „Siegen wir, dann sind wir wieder ein freies Volk!“ Dann riss er die Faust hoch und stürmte mit blitzendem Schwert auf die feindlichen Reihen los. Dicht hinter und neben ihm mit wildem Gebrüll seine Kampfgefährten. weiterlesen


Martinsabend

Vom Himmelssturm Wotans bis zum Martini-Markt – Legenden und Brauchtum um den Martinstag

Von Wilhelm Gerntrup Der November ist seit alters her der Monat der Rückbesinnung und inneren Einkehr. Zu keiner anderen Jahreszeit gab und gibt es so viele Gedenktage. Den Auftakt machen die Katholiken mit Allerheiligen und Allerseelen (1. und 2.). Am 16. November des Jahres stimmen sich die evangelischen Gläubigen mit ihrem Buß- und Bettag auf den Totensonntag am 20. November ein. Zwischen diesen Tagen wird am 9. an „Reichskristallnacht“ und Judenpogrome erinnert. Und seit den 1920er-Jahren wird am 14. November ebenfalls konfessionsübergreifend – ein Volkstrauertag begangen. weiterlesen


Mysterium Hohenstein

Sagenhafte Klippen - Von Weißen Hirschen und Bannflüchen

Von Nicole Trodler Nach dem Aufstieg zu den Klippen ist der Grüne Altar das erste Felsmassiv, das der Wanderer erreicht. Danach kommt die Teufelskanzel und als dritter Hohensteinfelsen der Hirschsprung. Dieser darf jedoch nicht mehr betreten werden. Die Kanzel ist abbruchgefährdet und liegt im abgesperrten Naturschutzgebiet.Grüner Altar, Teufelskanzel, Hirschsprung – die Namen der Klippen des Hohenstein sind klangvoll und lassen gleich abenteuerliche Geschichten in den Köpfen phantasiebegabter Menschen entstehen. Und tatsächlich: Auch um den Hirschsprung und die Teufelskanzel ranken sich Legenden. weiterlesen


Mythos Mistel

Früher galt die Pflanze als Mischung aus Himmelsgeschenk und Teufelswerk

Von Wilhelm Gerntrup Den Sommer über sind Mistel-Sträucher oft vom Laub verhüllt – umso auffälliger treten die kugelförmigen Baumwipfel-Bewohner nach dem Herunterfallen der Blätter zu Tage. Das Blühen, Gedeihen und Fortleben des immergrünen Gewächses in luftiger Höhe und die Kombination von Ziergehölz und Schmarotzerpflanze haben schon immer die Fantasie der Menschen beflügelt. Die Überlieferungen gehen bis weit in die vorchristliche Zeit zurück. Nach der von Jakob Grimm 1835 veröffentlichten „Deutschen Mythologie“ galt die Mistel den einst hierzulande lebenden Sachsen als eine Mischung von Himmelsgeschenk und Teufelswerk. Bis heute sind zahllose Mythen und Legenden in Umlauf. In der Medizin wird die Pflanze heute unterstützend im Kampf gegen Krebs eingesetzt.  weiterlesen


Totentanzriten des Mittelalters

Zwischen Lebenslust und Todesangst

Von Viktor Meissner Lebenslust und Todesangst – diese beiden lagen früher eng beieinander, denn der Tod war allgegenwärtig. Auf besonders faszinierende Weise drückt sich dieses Gefühl in den sogenannten Totentänzen des Mittelalters aus, die einst auf Außenmauern von Friedhöfen und Kirchen gemalt waren. Wann genau der Tod in der Kunst anfing, sich auf diese Weise auszudrücken, ist nicht mehr feststellbar. Das Motiv könnte dem alten Volksglauben, nachts würden die Seelen der Toten auf den Friedhöfen tanzen, entstammen. Auch den mittelalterlichen Pestepidemien wird großer Einfluss auf die gemalte Gratwanderung des Lebens zugeschrieben. weiterlesen


Unter Nixen und Wassermännern

Was im bewegten Element so los ist

Von Wilhelm Gerntrup Das Prinzip aller Dinge ist das Wasser; aus Wasser ist alles und ins Wasser kehrt alles zurück“, erkannte der große griechische Philosoph und Naturwissenschaftler Thales von Milet vor zweieinhalbtausend Jahren. Ob und wie viele Menschen es damals schon in der hiesigen Wesergegend gab und wie sie es mit dem wundersamen Nass hielten, weiß man nicht. Sicher ist jedoch dies: so poetisch wie der weise antike Gelehrte konnten sie ihre Erfahrungen mit der Quellflüssigkeit nicht in Worte fassen. weiterlesen


Wo die wilden Weiber wohnen

Zufluchtsort und Heimat für Hexen und Elfen

Von Peter Weber Die Einsamkeit des Waldes ist kein Ort, der nur den sagenhaften wilden Männern vorbehalten ist, auch zahlreichen weiblichen Wesen bietet er Aufenthalt, reich illustriert in Sagen, Märchen und Legenden. Er kann Zuflucht bedeuten, Rückzugsraum oder Heimstatt beseelter Natur und damit so unterschiedlichen Gestalten wie der heiligen Genoveva, finsteren Hexen oder zarten Elfen Unterschlupf bieten. weiterlesen


Wunder gibt es immer wieder

Unerklärliches ist elementarer Bestandteil unseres Lebens

Man schreibt das Jahr 1500. Immer mehr Pilger drängen zum wundertätigen Bildstock oberhalb Münders an der Straße nach Springe. Opfergaben werden niedergelegt. Jahre später notiert der Stadtschreiber: „Der Priester aber (…) hat die Opfer, so täglich angefallen, fleißig aufgehoben und an demselben Orte eine schöne Kirche angefangen zu bauen. Zu Ehren der heiligen Anna, wozu ihm die Leute aus Münder und die Benachbarten gerne mit Andacht geholfen haben.“ 1506 ist die vorreformatorische Wallfahrtskirche fertig. Am 26. Juli findet die erste Wallfahrt statt. Heute liegt nur noch der Grundriss der „St. Annen-Kapelle“ als Bodendenkmal wenige Zentimeter unter der Oberfläche eines Ackers. weiterlesen