Hintergrund

Ihre Anfrage nach "Stroh" lieferte 7 Ergebnisse.


Ab durchs wilde Feuer

Als man die Schweine und ihren Hirten durch die Flammenwand trieb

Von Wilhelm Gerntrup Im Fokus des mittelalterlichen Aberglaubens standen auf dem Lande nicht selten Tiere. Kein Wunder – hing doch das Wohlergehen der Menschen direkt am Wohlergehen der existenzsichernden Tiere. Um sie vor Flüchen und magischen Zaubern zu schützen, ließ man sich allerlei einfallen. So wurde zum Beispiel zu bestimmten Anlässen und Zeiten der Stall ausgeräuchert, um Krankheiten vorzubeugen. Gegen „angehexte“ Milchlosigkeit der Kühe wurde ein Kreuzdorn-Zweig über die Stalltür genagelt, Tierkrankheiten mit Osterwasser geheilt. Gebräuchlich waren in unserer Region auch die sogenannten Notfeuer. Indem man die Tiere durch die Flammen trieb, wollte man der Gefahr von Seuchen vorbeugen. weiterlesen


Angst vorm Roggenwolf

Streifzug durch die bizarre Welt der Getreidegeister

Von Wilhelm Gerntrup „Nu kümmt hei boule rut“ („Jetzt kommt er bald raus“), murmelten die Schnitter besorgt, wenn es auf das Ende des Getreidefeldes zuging. Bald würden sie den „Roggenwolf“ vor sich haben, der bis dato Stück für Stück vor den Sensen oder Sicheln schwingenden Männern zurückgewichen war. Man wusste nie, wie das unheimliche Tier-Wesen auf die Zerstörung seines Lebensraumes reagieren würde. weiterlesen


Das hat Dir der Teufel gesagt!

Rumpelstilzchen – eines der populärsten Grimm-Märchen

Von Richard Peter Ach, hätte er bloß nicht den Mund so voll genommen – oder die Geschichte nach ein paar Bierchen in der Kneipe erzählt. Dort weiß man, was man von so was zu halten hat – von einem Vater mit einer hübschen Tochter, auf die er zu recht stolz ist und gerne drauflosschwadroniert. Aber der Großkotz musste ja unbedingt vor dem König renommieren und behaupten, dass seine Tochter Stroh zu Gold spinnen könne. Vielleicht hatte er ja gehofft, Majestät würde ihn um sein Töchterchen beneiden und ihn beglückwünschen. weiterlesen


Das Jagdhaus von Graf Otto IV.

Hobbyarchäologe Andreas Schmeiche ortet in Friedrichswald alten Tiergarten

Von Philipp Kilmann Die Einheimischen sprechen gerne von „Lustgarten“, wenn vom einstigen „Tiergarten“ die Rede ist. In der Mitte des 16. Jahrhunderts ließ Graf Otto IV. zu Holstein-Schaumburg westlich des kurz zuvor abgebrannten losters Egestorf (heute Friedrichsburg) ein Wildgehege anlegen. Dort soll er Wild für die angrenzende Schaumburger Wälder gezüchtet haben. Neu ist, dass Hobbyarchäologe Andreas Schmeiche aus Friedrichshöhe sowohl das Gehege als auch das Jagdhaus genau lokalisiert hat. weiterlesen


Gold, Gold, Gold

… und die Menschheitsgeschichte

Von Richard Peter Das Gelbe, wie Gold im Mittelalter auch genannt wurde, hatte schon im Altertum eine große Bedeutung. Man nimmt an, dass in China lange vorher Münzen benutzt wurden, die Gold enthielten. Ab dem 13. Jahrhundert wurde auch in Deutschland, zum Beispiel in Eisenberg, in Westfalen und südlich von Kassel Bergbau betrieben, um Gold abzubauen. Besonders ergiebig war das allerdings nicht. weiterlesen


Hexenverfolgung im Lipperland

Verfolgt, verbrannt, verscharrt

Der Glaube versetzt Berge – heißt es. Glauben spielte schon immer eine große Rolle, jedoch nicht immer zum Segen der Menschen. Vor allem der Aberglaube führte im Mittelalter und bis zum Ende des 17. Jahrhunderts zu furchtbaren Tragödien. Insbesondere Frauen wurden als Hexen verfolgt, verurteilt und grausam hingerichtet. weiterlesen


Mein Lieblingsmärchen ist...

Prominente erzählen, was sie früher am liebsten gehört haben

Wohl fast jeder hat ein Märchen, an das er sich besonders gut erinnert. Einige Prominente haben uns erzählt, an was sie sich besonders gut erinnern, was sie wichtig finden oder einfach besonders gern mögen weiterlesen