Hintergrund

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Nichts als Eulenspiegeleien

Die Geschichte eines Narren, der den Leuten den Spiegel vorhält, war schon vor 500 Jahren ein Weltbestseller

Von Richard Peter So viel Eulenspiegel, dass man gar nicht weiß, wo anfangen bei diesem klugen Narren Till. Allein der Name kennt eine ganze Reihe von Abweichungen und unterschiedlichen Schreibweisen. Von unserem heute bevorzugten Till Eulenspiegel über Dil Ulenspiegel und Dyl Ulenspegel, der in de Costers berühmten Roman zu Tyll Ulenspiegel mutiert. weiterlesen


Rebellen auf dem Weg zur Alters-WG

Die Bremer Stadtmusikanten: Aufstand einer Rentner-Gang

Von Richard Peter „Die Bremer Stadtmusikanten“– eines der traurigsten, gleichzeitig aber auch hoffnungsfrohsten Märchen der Brüder Grimm – ein Paradoxon ähnlich wie Kleists Formulierung im „Michael Kohlhaas“ von dem es heißt „...einem der rechtschaffensten zugleich und entsetzlichsten Menschen seiner Zeit“. Vier Alte, die ausgemustert werden, ihr Leben verlieren sollen, weil sie nichts mehr einbringen, nur noch nutzlose Fresser sind, schließen sich zusammen, weil sie „etwas Besseres als den Tod“, wie es heißt, „allemal finden“. Das gibt Mut, dieser Aufstand der Alten – so eine Art frühe „Graue Panther“, die sich nicht abfinden mit ihrem Schicksal. Aufbegehren. Rebellen auf dem Weg zur Alters-WG. weiterlesen


Und schon war es wieder Scheiße

Klo-Bräuche und die Verbindung von Kot und Geld in Anekdoten, Sagen und Märchen

Von Cornelia Kurth „Scheiße sagt man nicht“ heißt eine Ausstellung im Freilichtmuseum Detmold, die noch bis Ende Oktober 2016 über den Schüsselrand schaut und Interessantes aus der Kulturgeschichte der Toilette erzählt. Auch in Märchen und Gebräuchen ist das stille Örtchen und der Gang zum Klo eine feste Größe. Eine nicht ganz so stille Betrachtung. weiterlesen


Wo der Tod „Zum Wohl!“ sagt

Sagen über mordende Wirte und höllische Gasthäuser

Von Uwe Pernack Es gab Wirte, bei denen hätten Reisende besser nicht einkehren sollen. Zum Beispiel im alten Griechenland bei einem gewissen Prokrustes. Kam ein Gast, wies er ihm entweder ein zu kleines oder ein zu großes Bett an. Dann machte er ihn ‚passend‘: Dem zu langen Gast hackte er Gliedmaßen ab, dem zu kurzen renkte er sie aus. So erzählt es jedenfalls eine Sage des Klassischen Altertums. Seither genießen Wirtinnen und Wirte in der Literatur, vornehmlich in Sagen und Märchen, einen eher zweifelhaften Ruf. weiterlesen