Orte & Regionen

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Auf Höhlentour

Der Entdecker der Schillat-Höhle erzählt

Von Annette Hensel Nebelschwaden machen sich bei klirrender Kälte im Süntel breit - ein Wetter das Hartmut Brephol liebt und bei dem er gerne unterwegs ist. Doch eines Tages stockt ihm der Atem, als unerwartet ein Mensch im Wald auftaucht, der auf den ersten Blick „wild aussieht“, weil seine Konturen im Nebel nicht scharf erkennbar sind. Diese Begegnung wäre idealer Stoff für die Brüder Grimm gewesen ... weiterlesen


Briefwechsel zweier Sagengestalten

Was sich Jobst von Mengersen und Jobst Asche von Wettberg schrieben

Von Dorothee Balzereit Auf der Suche nach Material zur Hessisch Oldendorfer Familie Baxmann hat Baxmann-Forscher Uwe Pernack eine Entdeckung: gemacht: Statt der für seine Arbeit erhofften Briefe und Notate stieß er auf Handschriften aus dem frühen 17. Jahrhundert. Unter den Dokumenten, die heutzutage rar und kaum noch zu erwerben sind, ist ein Schriftstück, das es Pernack angetan hat. Es handelt sich um eine Schuldverschreibung aus dem Jahr 1616 zwischen Jobst von Mengersen und Jobst Asche von Wettberg. Sie dokumentiere die Bedingungen für Hypothekenverträge, wie sie einst der Landadel untereinander geschlossen habe. Und sie erzählen von der Verbindung zweier Männer, die von der Nachwelt zu Sagengestalten gemacht wurden. „Dass zwei historische Personen, die beide das Vorbild zu einer Sage lieferten, miteinander korrespondierten, dürfte in der Geschichte der Sagenbildung wohl einmalig sein“, so Pernack. weiterlesen


Geheimnis Höhle

Im Reich der Zwerge, Touristen und Steinzeitkünstler

Die Höhle aller Höhlen, die wir alle kennen, ohne sie wirklich zu erinnern: Mamas Bauch. Und sicher unbewusst: prägend. Ein Leben lang. Wir suchen Höhlen, die uns umschließen, einhüllen. Unsere Wohnungen, Häuser – nichts als Höhlen, auch wenn sie mit glatten Wänden und Ecken gestaltet sind. Rundumschutz und allemal den Rücken freigehalten. Selbst in Restaurants und Cafés sind es die Eckplätze, die als erste besetzt werden. Den Blick auf das Fremde, den Feind vielleicht, sichern und nach hinten Schutz bieten. weiterlesen


Unter unheimlichen Sonnen

Geheimnisvolle Himmelserscheinung während der Schlacht bei Oldendorf

Von Wilhelm Gerntrup Mehr als 7000 Mann kamen im Juli 1633 in der Schlacht bei Hessisch Oldendorf ums Leben. Und doch gab es an diesem Tag etwas, das viele Menschen mehr erschreckte: Die Sonne war plötzlich nicht mehr allein, sie hatte „Nebensonnen“. Heute wissen wir, dass es sich bei dem Himmelsphänomen um eine sogenannte Halorscheinung handelte. Hervorgerufen wird sie durch dünne Wolken von Eiskristallen, in die das Sonnenlicht in einem bestimmten Winkel ein- und wieder austritt. An diesem dramatischen Tag im Juli 1633 hielten die Menschen es für ein Zeichen des Himmels.  weiterlesen


Von der bösen Kunst

„Gott grüße dich, du edles Reis“ - Einblicke in die Welt der Wünschelrutenläufer

Von Wilhelm Gerntrup „Es ist dieses eine alte böse Kunst, welche in diesen letzten verderblichen Zeiten besonders ihr Haupt empor hebet, und sich der Welt als ein allwissendes Oraculum aufdringen will“ schimpfte vor gut 300 Jahren der sächsische Theologe und Schriftsteller Johann Michael Weiß. Mit der „alten bösen Kunst“ war die allerorten in Mode gekommene „Wünschelruten-Wahrsagerey“ gemeint. Um dem abergläubischen Treiben ein Ende zu machen, schrieb Weiß „aus Liebe zur Wahrheit und der fürwitzigen Welt zur Warnung“ ein 670-seitiges Aufklärungsbuch. Schon der Titel des 1704 gedruckten Werks machte Absicht und Inhalt klar: „Entlarvete Idolum der Wünschel-Ruthe“. weiterlesen


Von Rittern und Räubern

Finstere Erzählungen über die Herren der Wälder

Von Maike Lina Schaper Im Wald da sind die Räuber – so beginnt ein altes Volkslied. Dicht bewachsene und schwer einsehbare Wälder galten schon immer als Rückzugsort für allerlei finstere Gesellen. Räuberbanden und Halsabschneider lehrten Reisende insbesondere an einsamen Wegen das Fürchten. Aber auch einstmals edle Adelsgeschlechter hatten sich auf Plünderungen und Wegelagerei verlegt. Selbst auf bedeutenden Handelsstraßen waren Kaufleute zeitweise nur in Gruppen sicher. Räuber und raubende Ritter waren damals eine reale Gefahr für Hab und Gut. Zustände, die prädestiniert sind für schillernde Sagen – auch im Weserbergland. weiterlesen