Hintergrund

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Das geköpfte Brüderchen

Mord, Kannibalismus und Schamanismus – das verstörende Märchen vom Machandelboom

Das Märchen „Van den Machandelboom“ ist eines der brutalsten, bittersten, aber zugleich auch internationalsten und spirituellsten Märchen. Seine Anspielungen reichen vom Nordland bis Ägypten. Phönix lässt grüßen, aber auch die dreifaltige Göttin, die Urmutter uralter Mythologie. In der Geschichte, die der romantische Maler Philipp Otto Runge aufgeschrieben hat und die die Brüder Grimm in ihre Märchensammlung aufnahmen, stecken Parallelen zu Geschichten, wie sie in ganz Europa erzählt worden sind. Es geht um Mord, Kannibalismus, Schamanismus und nichts Geringeres als die Wiederauferstehung. Das ursprünglich plattdeutsche Märchen beginnt mit den Worten „Dat is nu all lang her, wohl twe tusend Johr“. weiterlesen


Der wundersame Holunder

Vom bemerkenswerten Eigenleben eines unscheinbaren Strauches

Von Peter Weber Kaum ein heimisches Gewächs hat in den letzten Jahren so an Ansehen gewonnen wie der schwarze Holunder. Haftete ihm doch lange Zeit etwas von den dürftigen Verhältnissen der Nachkriegszeit an, war der Saft seiner Beeren allenfalls als antigrippales Heißgetränk geduldet. Nunmehr ist er mit dem Aufleben der Naturmedizin in seinen vielfältigen Wirkungsweisen wieder allseits geschätzt, füllt mit feinen Rezepturen ganze Kochbücher oder stimmt mit einem „Hugo“ ganze Festgesellschaften auf Kommendes ein. weiterlesen


Die Drei als Nonplusultra

Zahlenmystik nicht nur in der Bibel und bei allen Völkern

Von Richard Peter Berühmt, aus vielen Gründen – die drei gewaltigen Es-Dur Tuttischläge, mit denen Mozarts „Zauberflöte“ so spektakulär beginnt. Und zu vermuten, dass so mancher Logenbruder, der die Wiener Vorstadtpremiere besuchte, glücklich schmunzelnd dachte: „Ja, mei, unser Wolferl halt, da fehlt si fei nix“. weiterlesen


Die geheimnisvolle Katze

Ihr Wesen beschäftigt den Menschen von jeher

Von Viktor Meissner In bundesdeutschen Haushalten gibt es mehr miauende als bellende Familienmitglieder – die Katze hat dem Hund schon längst den Rang abgelaufen. In Ägypten war sie heilig, Leonardo da Vinci nannte sie Meisterwerke der Natur. Im Märchen sind sie Begleiter der Hexen und dem Volksglauben nach sollen sie neun Leben besitzen oder Unglück bringen – Katzen faszinieren die Menschheit von jeher. weiterlesen


Die Kraft der Tiere

Rabe, Wolf & Co.: In Märchen und Sagen haben sie oft besondere Eigenschaften

In vielen Überlieferungen werden Tiere vermenschlicht. Sie können dann sprechen und sind manchmal auch selbst die Hauptakteure einer Geschichte. Dabei werden ihnen von den Erzählern besondere Eigenschaften zugeschrieben. Neben dem bösen Wolf und dem schlauen Fuchs gibt es noch zahlreiche andere Tiere, die immer wieder für die gleichen Eigenschaften stehen. Einige, die besonders häufig vorkommen, sind Hirsche und Drachen, aber auch Schlangen, Schwäne, Frösche und Raben. weiterlesen


Kleines Bestiarium

Untiere und Monster, wie sie seit Jahrtausenden unsere Fantasie bevölkern

Von Richard Peter Unser Jahrtausende altes Bestiarium, das so fantasievoll und vielgestaltig unsere Welt bevölkert – nichts als das Spiegelbild menschlicher Ängste. Und die Lust am Grusel. Drachen vor allem, die Sinnbilder des Chaos, auch als südliche Varianten mit Lindwurm und alpinem Tatzelwurm. Möglich, dass sich Bilder von Flugechsen aus der Zeit der so realen Saurier sich als nebulöse Erinnerung bei unseren Ururvätern ins Hirn gebrannt haben und erzählend am knisternden Feuer in Urhöhlen weitergegeben wurden. Drachen, meist geflügelt mit Adlerklauen oder Löwenpranken, die dazu noch beeindruckend Feuer speien konnten – Fabelwesen vieler Kulturen. weiterlesen


Magischer Schutz

Vom Glauben an die Kraft der Talismane und Amulette

Von Viktor Meissner Früher glaubten die Menschen, dass die umgebende Natur beseelt sei. Bäume, Pflanzen, Berge, Himmel und Erde hatten in ihrer Vorstellung ein Eigenleben. Im Gefühl ihrer Hilflosigkeit gegenüber Naturgewalten glaubten sie im niederfahrenden Blitz, im Hagel, in Vulkanausbrüchen und im Sturm übermächtige Wesen zu erkennen. Das Bedürfnis nach Schutz war dementsprechend groß. Ebenso der Wunsch, wenigstens ein Stück weit Einfluss nehmen zu können auf das, was immer wieder unvermittelt über ihre Welt hereinbrach. Zu den ältesten Dingen, die dabei helfen sollten, gehören Talismane und Amulette. weiterlesen


Mehr Ding' zwischen Himmel und Erde

Weissagungen und Prophezeiungen: Was wohl die Zukunft so in Petto hat

Von Richard Peter  „Am 30. Mai ist der Weltuntergang“ - und folglich: „wir leben nicht mehr lang“. Die vielleicht sympathischste, auch witzigste Prophezeiung überhaupt. Fast schon verspielt genial – auch wenn es nur ein Schlager ist: und der verzichtet wohlweislich auf eine Jahreszahl. „Doch keiner weiß in welchem Jahr“ - und wenn man glaubt, was Experten berechnet haben und sich unsere alte Erde noch rund 500 Millionen Jahre in ihrem jetzigen Zustand durchs All und um die Sonne dreht – die Chancen stehen nicht schlecht fürs Überleben. Für uns wie für die Weissagung mit ihren Treffer-Quoten. „Und das ist wunderbar“ wie es sich aufs nicht genannte „Jahr“ reimt. weiterlesen