Hintergrund

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Das geköpfte Brüderchen

Mord, Kannibalismus und Schamanismus – das verstörende Märchen vom Machandelboom

Das Märchen „Van den Machandelboom“ ist eines der brutalsten, bittersten, aber zugleich auch internationalsten und spirituellsten Märchen. Seine Anspielungen reichen vom Nordland bis Ägypten. Phönix lässt grüßen, aber auch die dreifaltige Göttin, die Urmutter uralter Mythologie. In der Geschichte, die der romantische Maler Philipp Otto Runge aufgeschrieben hat und die die Brüder Grimm in ihre Märchensammlung aufnahmen, stecken Parallelen zu Geschichten, wie sie in ganz Europa erzählt worden sind. Es geht um Mord, Kannibalismus, Schamanismus und nichts Geringeres als die Wiederauferstehung. Das ursprünglich plattdeutsche Märchen beginnt mit den Worten „Dat is nu all lang her, wohl twe tusend Johr“. weiterlesen


Das Jahresrad der Kelten

Acht magische Zwischenzeiten

Von Dorothee Balzereit Sagen und Mythen sind ein Spiegel der Kultur. Im Gegensatz zu Märchen, die in einer zauberhaften aber zugleich abstrakten Welt spielen, sind sie stark beeinflusst von der umgebenden Natur. Ihr Werden und Vergehen haben unsere Vorfahren genau beobachtet. Das Jahr wurde mit einem achtspeichigen Rad gleichgesetzt, das sich um die eigene Achse dreht. Alle zwei Monate begann ein neuer Abschnitt und es wurde ein bedeutungsvolles Fest gefeiert – mal der Sonne, mal dem Mond zugeordnet. Der Übergang wurde als magische Zeit empfunden, in denen schöpferisches Chaos herrschte und die Grenzen verwischten: Geister und Götter traten mit den Menschen in Kontakt - Zeit, sich tief zu erinnern und fallen zu lassen. Ein Blick auf diese magischen Zwischenzeiten hilft zu verstehen, von welchen Elementen viele Sagen und Bräuche – in der Folge auch christliche – Riten und Feste beeinflusst sind. Ein Überblick. weiterlesen


Die Drei als Nonplusultra

Zahlenmystik nicht nur in der Bibel und bei allen Völkern

Von Richard Peter Berühmt, aus vielen Gründen – die drei gewaltigen Es-Dur Tuttischläge, mit denen Mozarts „Zauberflöte“ so spektakulär beginnt. Und zu vermuten, dass so mancher Logenbruder, der die Wiener Vorstadtpremiere besuchte, glücklich schmunzelnd dachte: „Ja, mei, unser Wolferl halt, da fehlt si fei nix“. weiterlesen


Die Melancholie des Schlafmohns

Mythos und Magie der Pflanzen

In der Bedeutung von Blumen, Blüten und Bäumen, von Wurzelwerk und Pflanzensäften liegen Magie und Mythos dicht beieinander. Vieles ist biblisch, manches teuflisch. Was uns aus früherer Zeit überliefert wurde, hat bisweilen noch heute Bestand.   weiterlesen


Die Wurzeln des Osterfests

Zeit der Hoffnung

Von Wilhelm Gerntrup Kaum ein anderes Fest ist so mit Symbolen befrachtet wie Ostern. Von den Christen als Auferstehung Jesu gefeiert, reicht die kulthafte Bedeutung des neben Pfingsten ältesten und wichtigsten christlichen Festes bis in die frühe Menschheitsgeschichte zurück. Ostern markiert den Zeitpunkt des Lichtwerdens, des Erwachens und der Wiederauferstehung der Natur und des Lebens. Dieser Hoffnung spendende und Neuanfang verheißende Moment wird seit Menschengedenken weltweit gefeiert. Das Gemisch zwischen christlichen und heidnischen Ursprüngen kommt bis heute im Brauchtum zum Ausdruck. Die Einzelrituale sind von Region zu Region und von Ort zu Ort verschieden. weiterlesen


Ein göttlicher Bote

Der weiße Hirsch - Reittier in die Anderswelt

Der Hirsch ist in vielen Religionen das Symbol für den sterbenden und wiederauferstehenden Gott. In den meisten vorchristlichen Religionen ist der Hirschgott ebenfalls verkörpert. Im Schamanismus ist der Hirsch, meistens als weißer Hirsch, das Reittier in die Anderswelt. Auch in den keltischen Geschichten taucht der Hirsch im Zusammenhang mit der Nähe der oder dem Übergang in die Anderswelt auf. Die weiße Farbe ist neben ihrer Bedeutung als Reinheitssymbol auch eine Farbe für die Anderswelt. weiterlesen


Elementar: die Elemente

Alles Sein aus Feuer, Wasser, Luft und Erde

Von Richard Peter „Denn die Elemente hassen das Gebild der Menschenhand“ – das kann eigentlich nur von Schiller stammen. Ist auch von ihm, aus der „Glocke“. Auch wenn Feuer, Wasser, Luft und die Erde natürlich nicht hassen. Der Dauerregen, der idyllische kleine Bächlein zu alles zerstörende Ströme anschwellen lässt oder Ätna und Stromboli Feuer aus ihrem Innern herausschießen lassen und als Lava alles versengt oder die Erde bebt und Stürme alles plattmachen, was sich ihnen in den Weg stellt: da ist kein Hass im Spiel, keine Absicht – auch nicht Bosheit. weiterlesen


Magie der Pflanzen

Die Kraft von Hauswurz, Johanniskraut und Co.

Von Jens Meyer Eine karge Unterlage, im Grunde nicht mehr als ein Häufchen elendiges Erde-Sand-Geröll-Gemisch, reicht der Hauswurz (Sempervivum) zum Glücklichsein. Ein Asket, wie wahr. Robust bis zu den Wurzeln. Kleine Blütlein entwickelt die Hauswurz, doch ihr wahrer Wert liegt im außergewöhnlich gleichmäßigen Wuchs, Rosette für Rosette. Magisch, dieser Anblick, diese Pflanze, dieses Geschöpf. Das wussten schon die alten Römer, aus derer Mitte sich ein irrwitziger Aberglaube schälte, wonach überall dort, wo eine Hauswurz auf dem Dach wuchs, der Landeplatz für die auf einem Besen angesauste Hexe bereits vergeben war. Die Hauswurz galt als Schutz vor Hexereien und Magie. weiterlesen


Totentanzriten des Mittelalters

Zwischen Lebenslust und Todesangst

Von Viktor Meissner Lebenslust und Todesangst – diese beiden lagen früher eng beieinander, denn der Tod war allgegenwärtig. Auf besonders faszinierende Weise drückt sich dieses Gefühl in den sogenannten Totentänzen des Mittelalters aus, die einst auf Außenmauern von Friedhöfen und Kirchen gemalt waren. Wann genau der Tod in der Kunst anfing, sich auf diese Weise auszudrücken, ist nicht mehr feststellbar. Das Motiv könnte dem alten Volksglauben, nachts würden die Seelen der Toten auf den Friedhöfen tanzen, entstammen. Auch den mittelalterlichen Pestepidemien wird großer Einfluss auf die gemalte Gratwanderung des Lebens zugeschrieben. weiterlesen


Wunder über Wunder

Worüber wir uns nicht weiter wundern sollten

Von Richard Peter Der Menschen Glaube an Wunder ist für Jean Paul „das große unzerstörbare Wunder“. Wen wundert’s. Schon im „Faust“ heißt es, „Das Wunder ist des Glaubens liebstes Kind“. Also strotzt es vor allem in der Bibel nur so von Wundern. Nicht nur in der Bibel – ganz generell und allemal im Glauben aller Völker. Ohne Wunder ist glaubensmäßig sozusagen „tote Hose“. Gelten sie doch als Offenbarung göttlicher Macht. Wer sonst, außer die Gottheit, könnte Naturgesetze ungestraft außer Kraft setzen – und gerade damit seine Göttlichkeit demonstrieren. weiterlesen