Hintergrund

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Die Sage von der Kixmühle

Als der Müller dem Teufel seine Seele verkaufte

Bei der Wiederbesiedlung des wüst gefallenen Dorfes Hiddenhausen um 1530 entstand an der Grenze zu Pyrmont, unmittelbar unterhalb des Pyrmonter Ortsteils Hagen, dort wo Meinte- und Eschenbach zusammenfließen, die Kixmühle. Der erste Müller hieß Kix und stammte aus der Kixmühle in Wüsten bei Bad Salzuflen. Das Gewerbe der Müller hatte in den vergangenen Jahrhunderten keinen guten Ruf, denn man lastete ihnen oft Kontakt mit den Mächten der Unterwelt an. weiterlesen


Das Schicksal des Antonio Congo

Hat der Häuptlingsohn auf der Hochebene seinen Peiniger gesucht?

Joachim Zieseniss Die Ottensteiner Hochfläche – an die 300 Meter hoch, karge Äcker, kalte Winter und meistens viel Wind vor der Haustür: Im 19. Jahrhundert ein Stück dünn besiedeltes Weserbergland, auf dem meistens nur lebte, wer hier geboren war. Und auf dem auch nur begraben wurde, wer hier geboren war und auch gelebt hatte. Mit einer exotischen Ausnahme: Auf dem Friedhof Hattensen liegt unter einer alten Linde ein junger Afrikaner begraben. weiterlesen


Geisterjagd im Schloss Bad Pyrmont

„War da gerade was?“

Geisterjagd kann anstrengend sein. Hartmut Eggers-Welp steht der Schweiß auf der Stirn. Immerhin hat er bis eben ganz schön schleppen müssen. Acht Infrarotkameras, einen Camcorder, Fotoapparate, Thermo- und Hygrometer, elektromagnetische Feldmesser, Diktiergeräte, Lasennetze und Hunderte Meter Kabel gehören zur Ausrüstung, die vernetzt und in der Beletage und auf dem Dachboden des Museums im Schloss verteilt worden sind. „PUT“ steht in gelben Großbuchstaben auf dem T-Shirt des stämmigen Mannes und weist ihn damit als Mitglied des im ostfriesischen Rhauderfehn beheimateten „Paranormalen Untersuchungsteams“ aus, das in seiner Freizeit auf Gespensterjagd geht. An diesem Wochenende hat das siebenköpfige Team das Pyrmonter Museum im Visier und wird am Ende – so viel sei verraten – von einer „superinteressanten und erfahrungsreichen Nacht“ berichten. weiterlesen


Mysterium Hohenstein

Sagenhafte Klippen - Von Weißen Hirschen und Bannflüchen

Von Nicole Trodler Nach dem Aufstieg zu den Klippen ist der Grüne Altar das erste Felsmassiv, das der Wanderer erreicht. Danach kommt die Teufelskanzel und als dritter Hohensteinfelsen der Hirschsprung. Dieser darf jedoch nicht mehr betreten werden. Die Kanzel ist abbruchgefährdet und liegt im abgesperrten Naturschutzgebiet.Grüner Altar, Teufelskanzel, Hirschsprung – die Namen der Klippen des Hohenstein sind klangvoll und lassen gleich abenteuerliche Geschichten in den Köpfen phantasiebegabter Menschen entstehen. Und tatsächlich: Auch um den Hirschsprung und die Teufelskanzel ranken sich Legenden. weiterlesen


Quelle der ewigen Jugend

Menschheitstraum Jungbrunnen: Auch Bad Pyrmont soll einen gehabt haben …

Von Richard Peter Nichts weniger als ein ewiger Menschheitstraum – vor allem aber: Traum der Frauen. Fast schon traumatisch. Exemplarisch in die Welt gesetzt und gemalt von Lukas Cranach dem Jüngeren – auch wenn die Experten den älteren Cranach zusätzlich ins Spiel bringen. „Der Jungbrunnen“ ist allemal ein Highlight von 1546, das in der Gemäldegalerie Berlin hängt weiterlesen


Selbst Goethe staunte über Externsteine

Geheimnisvoll und überirdisch schön

Karl der Große soll hier schon gewesen sein und im Jahre 772 bei seinen Bestrebungen, die Sachsen zum Christentum zu bekehren, das Heiligtum des hier lebenden Volkes, die so genannte Irmensäule, zerstört haben. Und auch der glücklose römische Feldherr Varus soll auf dem Weg in die nach ihm benannte Schlacht im Teutoburger Wald im Jahre 9 n. Chr. an den Steinen vorbeigekommen sein. weiterlesen


Und ewig lockt das Weib

Von Lust, Leidenschaft und Verführungskunst in Märchen und Sagen

 Von Dorothee Balzereit   Die Frauen sind schuld. So wird es beschrieben, seit Adam und Eva aus dem Paradies vertrieben wurden. Weil sie nicht der Versuchung widerstanden, vom Apfel zu naschen. Natürlich war das Evas Idee. Auch in einem anderen Naturparadies, in Neuguinea, sind Frauen in der Fantasie von Männern von sexueller Unersättlichkeit und nur durch soziale Maßregelung davon abzuhalten, diese ins Verderben zu reißen. weiterlesen


Unter Nixen und Wassermännern

Was im bewegten Element so los ist

Von Wilhelm Gerntrup Das Prinzip aller Dinge ist das Wasser; aus Wasser ist alles und ins Wasser kehrt alles zurück“, erkannte der große griechische Philosoph und Naturwissenschaftler Thales von Milet vor zweieinhalbtausend Jahren. Ob und wie viele Menschen es damals schon in der hiesigen Wesergegend gab und wie sie es mit dem wundersamen Nass hielten, weiß man nicht. Sicher ist jedoch dies: so poetisch wie der weise antike Gelehrte konnten sie ihre Erfahrungen mit der Quellflüssigkeit nicht in Worte fassen. weiterlesen