Hintergrund

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Beltane - die schönste Zeit im Jahr

Druide Michel vom Berch erläutert, was Löwenzahn, Gundermann und Gamander Ehrenpreis kann

Beltane, Walpurgis, Maifeiertag: Vom 30. April auf den 1. Mai wird die Ankunft des Frühlings gefeiert – wild und ausgelassen, Beltane kann zweifellos als das erotischste aller heidnischen Feste bezeichnet werden. Am tollsten treibt man es der Sage nach auf dem Brocken im Harz. Vom Hexentanzplatz in Thale reiten die Hexen auf Besen, Mistgabeln, Schweinen oder Böcken zum Hexensabbat auf dem Brocken. Zuvor reiben sie sich mit “Hexensalbe” ein, die aus den narkotisierenden Stoffen von Tollkirsche, Nachtschatten und Schierling gewonnen wird. Dort tanzen sie im Kreis mit dem Rücken zueinander um das Feuer herum und küssen anschließend dem Teufel den Hintern, heißt es. Dann lassen sie sich mit dem Teufel vermählen, worauf dieser die Hexen mit dem sogenannten Hexenmal zeichnet und ihnen die Fähigkeit zur Zauberei gibt. weiterlesen


Ben Becker als Lügenbaron

Doku-Drama rund um Münchhausen

Von Heide-Marie Göbbe und Klaus Klemens „Münchhausen – die Geschichte einer Lüge“ heißt das Doku-Drama, das von der Gebrüder Beetz Filmproduktion im Auftrag des NDR in Zusammenarbeit mit Arte aufgezeichnet wurde. In diesem Feature, das einen dokumentarischen Teil von 52 Minuten enthält, begibt sich das Filmteam auf die Suche nach der wahren Geschichte des „Lügenbarons“ Hieronymus Carl Friedrich Freiherr von Münchhausen. Da das Gutshaus in Bodenwerder nicht den Ansprüchen für historische Aufnahmen entspricht, wählte man die Marienburg in Pattensen und die Hämelschenburg als Schauplätze des Geschehens. Mittendrin: der bekannte Schauspieler Ben Becker. Für die Doku schlüpft er in die Rolle des Lügenbarons weiterlesen


Die Deutsche Märchenstraße

Wo die Sagen und Märchen an der Straße liegen

Von Dorothee Balzereit Menschen lieben Geschichten. Einen besonderen Reiz üben die geheimnisvollen Erzählungen unserer frühen Tage aus, die auch wir unseren Kindern weitererzählen. Was könnte also schöner sein, als die Kulissen der Kindheit aufzusuchen? Die Deutsche Märchenstraße macht es möglich. Seit Gründung der „Arbeitsgemeinschaft Deutsche Märchenstraße“ in 1975 hat sich die Route zu einer der bekanntesten deutschen Ferienrouten entwickelt. Dem Verein gehören inzwischen mehr als 50 Orte an. weiterlesen


Die Jungfrau Ilse am „Willen Pohl"

Auf dem Walterberge bei Börry soll eine Burg gestanden haben

Es ist ein verwunschener Ort. Wild, romantisch – und versteckt. An seinem Ufer stehen Buchen und Ahornbäume, wuchern Moose auf fauligem Totholz und Schiefer. Die Wasseroberfläche ist mit Entengrütze bedeckt. Der Witte-Puhl, auch der "Weiße See“ genannt, hat  etwas Magisches, etwas Mystisches. Den Teich soll es schon seit Jahrhunderten. „Es ist merkwürdig: Der Teich hat definitiv keinen Zufluss und trocknet dennoch niemals aus“, sagt ein Anwohner – und fügt nachdenklich hinzu: „Ist schon ’ne sonderbare Sache: ein Teich auf einer Bergkuppe.“ weiterlesen


Lutterburg lockt Gruseltouristen

Magnet für Paraphänomen-Fans und -Forscher

Von Joachim Zieseniß Wäre da nicht die Hausruine mit dem eingefallenen Dach, die zwischen Bodenwerder und Pegestorf für Vorbeifahrende neben der B 83 kurz im Baumgestrüpp auftaucht, so wäre für Uneingeweihte kaum mehr etwas zu sehen von der sogenannten Lutterburg. Und dennoch scheint sich das, was sich am Hang der 240 Meter hohen Lutterbergshöhe unweit des verfallenden Weser-Gasthauses „Lichtenruh“ in Jahrzehnten der Wald zurückgeholt hat, mittlerweile im medialen Zeitalter zum Aushängeschild Bodenwerders entwickelt zu haben: zumindest in Internetforen wie „Spukvilla“ oder „Allmystery“. Dort wenigstens droht „Die unheimliche Lutterburg in Bodenwerder“ im www.-Zeitalter dem legendären Lügenbaron langsam den Rang abzulaufen. weiterlesen


Mittsommer - Fest der Ekstase

Riten in der kürzesten Nacht des Jahres

Von Dorothee Balzereit Mittsommer. Der Tag, an dem die Kelten die kürzeste Nacht des Jahres feierten. Einst wurde die Sommersonnwende zwölf Tage lang gefeiert. Ekstatisch wurde die Natur gefeiert, die Seele setzte zum Höhenflug an. weiterlesen


Münchhausen - was bleibt

Eine Spurensuche

Von Cornelia Kurth Mit der Karriere beim Militär war es nichts geworden für Hieronymus Carl Friedrich Freiherr von Münchhausen aus Bodenwerder. In den 1740er Jahren saß er in Riga fest, wartete auf eine kleine Beförderung, vertrieb sich die Zeit damit, auf die Jagd zu gehen und abends mit deutsch-baltischen Adligen in gemütlicher Runde zu plaudern. Mit dem "Jägerlatein", das er dort zum Besten gab, begann seine eigentliche Karriere, der Aufstieg zum Lügen-Baron, zum besten Lügengeschichtenerzähler der Welt.   weiterlesen


Sagenhafte Scheine

Notgeld aus dem Weserbergland / Zeitzeugnisse und Sammlerobjekte aus einer chaotischen Zeit

Als die Inflation am Ende des Ersten Weltkrieges voll durchschlug und Geldhamsterer anfingen, metallene Münzen zu horten, ließ man sich in Hameln etwas Besonderes einfallen: Man druckte das Motiv der Rattenfängersage auf das papierne Notgeld - und schuf so eine neue Einnahmequelle, denn die Scheine waren bei Sammlern äußerst beliebt. Andere Städte im Weserbergland folgten dem Beispiel weiterlesen


Spuk in der Ruine

Die unheimliche Lutterburg in Bodenwerder

Von Joachim Zieseniss Geradezu märchenhaft ist der Stoff, der Anfang des vorigen Jahrhunderts am steilen Hang des Hopfenberges südlich von Bodenwerder architektonische Form annahm: Der jenseits des großen Teichs steinreich gewordene deutschamerikanische Industrielle Ernst-Theodor Büttner kommt 1908 nach „Good old Germany“ zurück. Und da, anders als für die Menschen in der rund vier Kilometer entfernten Münchhausenstadt, Geld für ihn keine Rolle spielt, baut er in seinem sagenhaften Reichtum hoch über der Weser ein Traumschloss als Ruhesitz. Deutsche Prominenz geht fortan in der Villa auf dem über 21 Hektar großen, steilen Hanggelände, das der Bauherr hatte terrassieren lassen, ein und aus. Bodenwerderaner haben nur als Personal Zutritt, staunen aus der Ferne und bringen sporadisch Nachrichten über den gesehenen Luxus mit in die Weserstadt. weiterlesen


Zu Besuch beim Druiden

Über das Wirken von Michel vom Berch

Von Dorothee Balzereit Michel vom Berch sagt über sich selbst, er sei ist ein neuzeitlicher Druide. Aber auch die Bezeichnung Phytologe, Aromatherapeut oder Philanthrop sei nicht verkehrt. Fakt ist: Der heute 60-Jährige sammelt seit seinem sechsten Lebensjahr Kräuter, Pilze und Rezepte. Für das, was er liebt, hat der erfolgreiche Firmengründer seine Geschäfte an den Nagel gehängt. weiterlesen