Hintergrund

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...und dazu ein Einhorn

Fantasy-Autor Kai Meyer spricht über Sehnsüchte, Tolkien und die Ratten von Hameln

Kai Meyer ist einer der bekanntesten Fantastik-Autoren in Deutschland. Im Jahr 1995 veröffentlichte er den Roman Rattenzauber - ein unheimlicher Roman, der die Sage vom Rattenfänger neu erzählt und mystische mit historischen Elementen auf ansprechend gruselige Art vermengt. Inzwischen hat Meyer, der 1969 in Lübeck geboren wurde, über fünfzig Romane veröffentlicht, Übersetzungen erscheinen in dreißig Sprachen. Seine Geschichten wurden als Film, Hörspiel und Graphic Novel adaptiert und mit Preisen im In- und Ausland ausgezeichnet. Wir haben mit ihm über die Liebe zu fantastische Welten, Sehnsucht und Realitätsflucht gesprochen. weiterlesen


Bauernweisheiten von gestern

Morgengrau gibt Himmelblau und anderes Wetterwissen

Von Wilhelm Gerntrup Er wird gern als „Bibel des Aberglaubens“ bezeichnet: der Hundertjährige Kalender. Ein Teil der der Bauernweisheiten im „immerwährenden Kalender“, wie er auch gern genannt wird, habe Hand und Fuß, sagen dagegen Fachleute. Der Grund für die vielen Bauernregeln ist einfach: Für unsere Vorfahren war das Wetter existenziell. Entsprechend wurde versucht, langjährige Erfahrungen in allgemeingültige Deutungen zu verpacken. Viele davon haben sich bis heute gehalten. Die bekannteste dreht sich wohl um den Siebenschläfer: So wie das Wetter am 27. Juni ist, wird es auch in den folgenden sieben Wochen, heißt es. Auch der Glaube dass die sogenannten „Rauhnächte“ eine besondere Bedeutung haben, ist verbreitet. So wie die zwölf Tage zwischen dem 24. Dezember und dem 6. Januar, bestimmen das Wetter für die nächsten zwölf Monate des bevorstehenden Jahres, so der Glaube. weiterlesen


Das Halloween der Kelten

Samhain - eine Nacht zwischen den Welten

Von Dorothee Balzereit The Grateful Dead – manch einer denkt dabei vielleicht an die US-amerikanischen Hippie-Rocker, die im San Francisco der 60er Jahre Teil einer breiten Gegenkultur waren, die sich im LSD-Rausch gern in fantastischen Zwischenwelten bewegte. Der Name ist Zufall, ein Bandmitglied tippte einst auf einen Begriff in der Encyclopedia Britannica, und dennoch scheint er überaus gut zu passen: Denn im Glauben der Kelten waren die dankbaren Toten, so die Übersetzung, die Geister der Ahnen, die in der Samhain-Nacht (Halloween) die Grenze ihres Reichs überschritten, sich für kurze Zeit als Geister in den Maskenträgern verkörperten und die milden Gaben der Lebenden entgegennahmen. weiterlesen


Das Jahresrad der Kelten

Acht magische Zwischenzeiten

Von Dorothee Balzereit Sagen und Mythen sind ein Spiegel der Kultur. Im Gegensatz zu Märchen, die in einer zauberhaften aber zugleich abstrakten Welt spielen, sind sie stark beeinflusst von der umgebenden Natur. Ihr Werden und Vergehen haben unsere Vorfahren genau beobachtet. Das Jahr wurde mit einem achtspeichigen Rad gleichgesetzt, das sich um die eigene Achse dreht. Alle zwei Monate begann ein neuer Abschnitt und es wurde ein bedeutungsvolles Fest gefeiert – mal der Sonne, mal dem Mond zugeordnet. Der Übergang wurde als magische Zeit empfunden, in denen schöpferisches Chaos herrschte und die Grenzen verwischten: Geister und Götter traten mit den Menschen in Kontakt - Zeit, sich tief zu erinnern und fallen zu lassen. Ein Blick auf diese magischen Zwischenzeiten hilft zu verstehen, von welchen Elementen viele Sagen und Bräuche – in der Folge auch christliche – Riten und Feste beeinflusst sind. Ein Überblick. weiterlesen


Der Herr der Ströme

Superstar der elektromagnetischen Szene –Franz Anton Mesmer und der animalische Magnetismus

Franz Anton Mesmer war in seiner Zeit so etwas wie der Superstar der elektromagnetischen Szene. Der Arzt, der selbst aus einfachen Verhältnissen kam, hatte durch seine Studien und Therapien Zugang zur feinen Gesellschaft seiner Zeit. Er war überzeugt davon, dass einer Art magnetische Energie zwischen Körper und Seele vermittelt. Seine „magnetische Klinik“ hatte großen Zulauf und machte ihn über die Landesgrenzen hinaus berühmt. Unter anderem arbeitete er mit sogenannten „Elektrisiermaschinen“. Auch im Museum Eulenburg in Rinteln steht eine solche Maschine aus der Mitte des 18. Jahrhunderts, mit der durch Reibung Elektrizität erzeugt werden kann. Dieses Phänomen war das Faszinosum der Zeit. weiterlesen


Die Drei als Nonplusultra

Zahlenmystik nicht nur in der Bibel und bei allen Völkern

Von Richard Peter Berühmt, aus vielen Gründen – die drei gewaltigen Es-Dur Tuttischläge, mit denen Mozarts „Zauberflöte“ so spektakulär beginnt. Und zu vermuten, dass so mancher Logenbruder, der die Wiener Vorstadtpremiere besuchte, glücklich schmunzelnd dachte: „Ja, mei, unser Wolferl halt, da fehlt si fei nix“. weiterlesen


Die Geschichte geht weiter...

...aber wie? Gewinnspiel zur Spurensuche in Siebenbürgen

Von Ulrich Behmann und Julia Niemeyer „Und die Geschichte geht weiter.“ Mit Kohle hat jemand diesen Satz auf einen Brunnen in Hamlesch geschrieben. Jenem Ort in Siebenbürgen, der wenigstens dem Namen nach einen Bezug zur Rattenfängerstadt Hameln nahelegt. Einem Ort mit zwei Höhlen, die die Einheimischen „Löcher“ nennen, und von denen sie eher scherzhaft berichten, dass die Hamelner Kinder aus einem von ihnen herausgekommen sind. Ähnliche Geschichten werden auch anderswo in Siebenbürgen erzählt, etwa im nahegelegenen Talmesch oder in Almesch, die beide ebenfalls mit Höhlen aufwarten können. Beweise für die eine oder andere Version gibt es naturgemäß nicht. Einzig der Schlusssatz der Grimm'schen Rattenfängersage deutet konkret darauf hin, dass die entführten Kinder überhaupt nach Siebenbürgen gezogen sein könnten. Aber was wäre, wenn…? Wenn es sich tatsächlich so und nicht anders zugetragen hätte, wie von den Brüdern Grimm beschrieben? weiterlesen


Die Schönheit des Verfalls

Lost Places - der morbide Charme verlassener Orte

Von Dorothee Balzereit Manche der Orte sehen aus, als hätten die Menschen, die dort gelebt oder gearbeitet haben, die Flucht ergriffen. Als hätten sie keine Zeit mehr gehabt den Stuhl einzupacken, die Vorhänge abzuhängen oder das Telefon mitzunehmen. Verschmutzt steht das alte Modell auf Stufen, von denen die Farbe abblättert, ringsherum Laub und Staub. Gestrig, vergessen und mit schwer greifbare Anziehungskraft. Welche Menschen mag es früher verbunden haben? weiterlesen


Die Welt der Zauberbücher

Aus einer Zeit, als es gegen Liebeskummer und Dämonenbeschwörung noch Rezepte gab

Von Viktor Meissner Grimoires – gibt es diese Zauberbücher wirklich? Um die Frage vorwegzunehmen: Ja, es gibt sie wirklich. Grimoires sind Bücher mit „magischem Wissen“. Sie enthalten beispielsweise astrologische Regeln, Listen von Engeln und Dämonen, Zaubersprüche und Anleitungen zum Herbeirufen magischer Wesen wie Dämonen und Teufeln, aber auch Anleitungen zum Herstellen von Talismanen, Zaubertränken und Schadenszauber. Die Blütezeit dieser in den meisten europäischen Sprachen verfassten Bücher lag zwischen Spätmittelalter und dem 18. Jahrhundert. weiterlesen


Elementar: die Elemente

Alles Sein aus Feuer, Wasser, Luft und Erde

Von Richard Peter „Denn die Elemente hassen das Gebild der Menschenhand“ – das kann eigentlich nur von Schiller stammen. Ist auch von ihm, aus der „Glocke“. Auch wenn Feuer, Wasser, Luft und die Erde natürlich nicht hassen. Der Dauerregen, der idyllische kleine Bächlein zu alles zerstörende Ströme anschwellen lässt oder Ätna und Stromboli Feuer aus ihrem Innern herausschießen lassen und als Lava alles versengt oder die Erde bebt und Stürme alles plattmachen, was sich ihnen in den Weg stellt: da ist kein Hass im Spiel, keine Absicht – auch nicht Bosheit. weiterlesen


Guter und böser Zauber

Welche Rolle er im Mittelalter spielte – und wo er heute noch auftaucht

Von Andrea Tiedemann Bei Märchen und Sagen gehört sie zum Standard-Repertoire: die Magie. Sei es die Hexe, ein magischer Gegenstand oder ein böser Fluch – all dies hat seinen Platz in den Geschichten. Wie zum Beispiel in Schneewittchen: Nur mit ihrem schlauen Zauberspiegel kann die böse Stiefmutter herausfinden, wer ihre Konkurrentin – die schöne Stieftochter – ist. Er verrät sogar, dass sich Schneewittchen bei den sieben Zwergen aufhält und lässt so die Vergiftungen für die Märchenfigur erst zur Gefahr werden. Doch Magie war nicht immer nur auf dem Papier und in der Phantasie der Menschen vorhanden – heute wie damals gibt es Spuren von schwarzer und weißer Magie im realen Leben. Dabei scheint die schwarze Magie, die Schaden anrichten und Verwünschungen verwirklichen soll, eine höhere Anziehungskraft zu besitzen als die weiße Magie, die Gutes wie etwa Schutz und Heilung bewirken soll. Die Internet-Suchmaschine Google zumindest listet für schwarze Magie an die 464 000 Ergebnisse auf – sucht man nach weißer Magie, werden nur rund 192 000 Ergebnisse ausgespuckt. weiterlesen


Heidnische Tradition auf Fachwerkhäusern?

Von alten, gemalten Säulen, die an die Irminsul erinnern

Von Dorothee Balzereit Bibelsprüche auf den Querbalken, Namen, Jahreszahlen und reich verzierte, farbige Malereien – all das findet man bis heute rund um die Dielentore alter Fachwerkhäuser im Weserbergland. Insbesondere auf den Dörfern wird schnell fündig, wer die Augen offen hält. Während die einen die auffällige Ornamentik für reinen Zierrat halten, glauben andere, dass mehr dahintersteckt. Vor allem Heimatforscher vermuten, dass es sich um eine seit Jahrhunderten unbewusst fortdauernde Sinnbildtradition handelt. weiterlesen


Ist die Kirche der Rattenfänger?

Psychiater untersucht die Sage aus ganz neuer Perspektive – und rückt Inquisition als Motiv in den Blick

Von Dorothee Balzereit War es möglich, 130 Menschen einfach so verschwinden zu lassen? „Ja“, sagt Stefan Joost. Die Möglichkeit einer Massenbeseitigung hat der Gießener Psychiater und Psychotherapeut sowohl in Bezug auf das Verschwinden der Hamelner Kinder im Jahr 1284 als auch auf die Rattenplage in der Hamelner Sage untersucht. Und zwar in einer umfangreichen wissenschaftlichen Arbeit aus psychologischer Sicht, an der Joost seit etwa vier Jahren arbeitet. Es ist eine Perspektive, die es in Forschungen zur Sage so noch nie gab. Letztes Wochenende hat er seine Ergebnisse einem wissenschaftlichen Zirkel der Grimm-Gesellschaft vorgestellt. weiterlesen


Tanz, Glühwürmchen, tanz

Jetzt im Frühsommer haben Glühwürmchen ihren glanzvollen Auftritt

Von Gabi Laube Glühwürmchen gelten als Magiere unter den Insekten, ihre Show beginnt in der Dämmerung einer Mittsommernacht. Funkelnden Perlen gleich schwirren die Johanniskäfer auf ihrer gefährlichen Partnersuche im Garten umher. Die winzigen Geschöpfe betören mit ihrem Auftritt nicht nur ihre Braut; ihre kurze Lebensgeschichte rund um Liebe, Leid und Lust inspiriert auch Menschen zu künstlerischen Werken. Die Mythologie sagte den „Irrwischen“ nach, Unheil zu bringen. Selbst das Sterben der Popstars unter den Käfern beginnt – mit einem Leuchten.     weiterlesen


The Walking Story

Über den Zombiefilm als moderne Wandersage

Von Uwe Pernack Die US-Serie „The Walking Dead“ geht ab Montag in die siebte Runde. Seit der ersten Staffel 2010 beschert die Adaption der gleichnamigen Comicbuchreihe von Robert Kirkman und Tony Moore den Machern Einschaltrekorde – und zwar nicht nur in den USA. Dem Start des Zombie-Epos fiebert auch hier eine große Fangemeinde entgegen. Sein Reiz liege vor allem in den Beziehungsmustern der ewig gestressten Figuren, begründen die Macher den Erfolg. Doch was wären sie schon ohne die gruseligen Zombies? Und wem ist eigentlich bewusst, dass die Serie und auch andere Zombiefilme sich alter Sagenelemente bedienen? Ein gruseliger Rückblick. weiterlesen


Von uralten Rezepten

Zwischen Magie und Wissenschaft - Was von der Medizin unserer Vorfahren geblieben ist

„Warze alt. Warze kalt. Warze ab.“ Mit dieser Formel behandelt der Leiter der Klinik für Psychosomatik und Psychotherapie an der Justus-Liebig-Universität Gießen Patienten mit Warzen. Zusätzlich gibt Professor Uwe Gieler noch Kochsalzlösung auf die Warzen, die nach dem Verdampfen Salzkristalle hinterlässt. weiterlesen


Zankapfel Astrologie

Vom Reiz einer „Wissenschaft“, die Forscher bis heute entzweit

Von Dorothee Balzereit Löwen sind geborene Führernaturen, Zwillinge intellektuelle Luftikusse und Fische die Sensibelchen unter den Sternzeichen. Soweit die Deutung der Astrologie. Dass Persönlichkeitsmerkmale an der Sternenkonstellation zum Zeitpunkt der Geburt ablesbar sein sollen, wird nicht erst seit gestern bezweifelt. Fakt ist aber auch: Bücher über Astrologie verkaufen sich besser als solche über Astronomie. Diese hat seit jeher eine treue Anhängerschaft. In der Regel spaltet sie sich auf in Astrologie-Gläubige und interessierte Zweifler, die nicht an die Macht der Planeten glauben, aber trotzdem regelmäßig ihr Horoskop lesen. Im Mittelalter und vor allem in der Renaissance gehörte Astrologie zum Wissenskanon der Zeit. weiterlesen


Zauberkraft der Pflanzen

Machtvolle Bäume und heilende Kräuter

Von Cornelia Kurth Eine Bohne, die bis zum Mond wachsen kann; ein Strauch, dessen Nüsse kostbare Kleider enthalten; Rosen, die das Schloss der Märchenprinzessin umranken, und eine blaue Blume, die Liebe, Sehnsucht und das Geheimnis des Lebens symbolisiert - Pflanzen aller Art spielen eine große Rolle in Märchen und Sagen. Allen voran sind da die Bäume. Im Paradies wächst der „Baum des Lebens“ und der gefährliche „Baum der Erkenntnis“, die alten Germanen kannten den Weltenbaum „Yggdrasil“, und kaum eine Kultur existiert, in deren Mythologie es nicht ebenfalls einen „Weltenbaum“ gibt. weiterlesen


Zeit für spitze Ohren

Nächste Woche treffen sich wieder Tausende Liverollenspieler beim „Conquest of Mythodea“

Von Gabriele Laube Das Land der Elfen, Orks und Krieger fängt gleich hinter Hannover an. Fünf Tage lang kleben sich erwachsene Menschen beim „Conquest of Mythodea“ spitze Ohren an den Kopf und kämpfen gegen furchteinflößende Gegner. Das Liverollenspiel (im Fachjargon kurz LARP für Live Action Role Play) auf Rittergut Brokeloh (3. bis 8 August ), ist weltweit das größte seiner Art und lockt jeden Sommer mehr als 7000 Spieler und etwa 1000 Statisten an. weiterlesen