Hintergrund

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Alle Dinge sind Gift

Vor allem Frauen wussten das zu nutzen

Von Richard Peter Gift und Frauen, das gehört schon immer zusammen. Warum das so ist? Ganz einfach: Weil sie von jeher ein enge Beziehung zu Kräutern hatten. In der Gemeinschaft war es ihre Aufgabe, sie zu sammeln. Sie waren es, die zwischen essbar und giftig unterschieden und Pflanzen als Heilmittel einzusetzen wussten. Nicht von ungefähr galten Kräuterfrauen als Hexen. Später landeten sie für ihr Wissen oftmals auf dem Scheiterhaufen. Angst spielte wohl eine Rolle. Und tatsächlich war der Giftmord eine sehr weibliche Methode, um sich zu wehren. Oder schlicht, um jemanden loszuwerden. Ein Blick in die Giftküche. weiterlesen


Beltane - die schönste Zeit im Jahr

Druide Michel vom Berch erläutert, was Löwenzahn, Gundermann und Gamander Ehrenpreis kann

Beltane, Walpurgis, Maifeiertag: Vom 30. April auf den 1. Mai wird die Ankunft des Frühlings gefeiert – wild und ausgelassen, Beltane kann zweifellos als das erotischste aller heidnischen Feste bezeichnet werden. Am tollsten treibt man es der Sage nach auf dem Brocken im Harz. Vom Hexentanzplatz in Thale reiten die Hexen auf Besen, Mistgabeln, Schweinen oder Böcken zum Hexensabbat auf dem Brocken. Zuvor reiben sie sich mit “Hexensalbe” ein, die aus den narkotisierenden Stoffen von Tollkirsche, Nachtschatten und Schierling gewonnen wird. Dort tanzen sie im Kreis mit dem Rücken zueinander um das Feuer herum und küssen anschließend dem Teufel den Hintern, heißt es. Dann lassen sie sich mit dem Teufel vermählen, worauf dieser die Hexen mit dem sogenannten Hexenmal zeichnet und ihnen die Fähigkeit zur Zauberei gibt. weiterlesen


Das Antlitz des Hohensteins

Kultische Landschaft

Von Dr. A. Meier-Böke Es hat einer gesagt, das Antlitz des Hohensteins sei das einer Sphinx, deren weißes Jurahaupt in den Westen blicke, wobei der Süntel das östlich gelagerte massige Hinterteil hergebe. Immer wieder, wenn ich von Hessisch-Oldendorf die Münchhausenallee hinansteige oder am Weserangerbach oder den Grünen Weg von der Schaumburg herkomme und die aufgehobene Felsenstirn über den Schluchttiefen erblicke, will mir scheinen, als liege ein leiser Spott um die versteinerten Züge, eine verhaltene, gleichsam lächelnde Ironie, gegründet im Bewußtsein einer Überlegenheit, die das Zeitlose stets gegenüber dem Zeitbedingten besitzt. weiterlesen


Das Halloween der Kelten

Samhain - eine Nacht zwischen den Welten

Von Dorothee Balzereit The Grateful Dead – manch einer denkt dabei vielleicht an die US-amerikanischen Hippie-Rocker, die im San Francisco der 60er Jahre Teil einer breiten Gegenkultur waren, die sich im LSD-Rausch gern in fantastischen Zwischenwelten bewegte. Der Name ist Zufall, ein Bandmitglied tippte einst auf einen Begriff in der Encyclopedia Britannica, und dennoch scheint er überaus gut zu passen: Denn im Glauben der Kelten waren die dankbaren Toten, so die Übersetzung, die Geister der Ahnen, die in der Samhain-Nacht (Halloween) die Grenze ihres Reichs überschritten, sich für kurze Zeit als Geister in den Maskenträgern verkörperten und die milden Gaben der Lebenden entgegennahmen. weiterlesen


Das Jahresrad der Kelten

Acht magische Zwischenzeiten

Von Dorothee Balzereit Sagen und Mythen sind ein Spiegel der Kultur. Im Gegensatz zu Märchen, die in einer zauberhaften aber zugleich abstrakten Welt spielen, sind sie stark beeinflusst von der umgebenden Natur. Ihr Werden und Vergehen haben unsere Vorfahren genau beobachtet. Das Jahr wurde mit einem achtspeichigen Rad gleichgesetzt, das sich um die eigene Achse dreht. Alle zwei Monate begann ein neuer Abschnitt und es wurde ein bedeutungsvolles Fest gefeiert – mal der Sonne, mal dem Mond zugeordnet. Der Übergang wurde als magische Zeit empfunden, in denen schöpferisches Chaos herrschte und die Grenzen verwischten: Geister und Götter traten mit den Menschen in Kontakt - Zeit, sich tief zu erinnern und fallen zu lassen. Ein Blick auf diese magischen Zwischenzeiten hilft zu verstehen, von welchen Elementen viele Sagen und Bräuche – in der Folge auch christliche – Riten und Feste beeinflusst sind. Ein Überblick. weiterlesen


Der „Höllenhund aus dem Schecken“

Aus dem Sagenschatz der Ithbörde-Dörfer

Von Fritz Koenig Wer sich mit dem Sagenschatz der Dörfer in der Ithbörde beschäftigt, ist überrascht von der Fülle der dort ursprünglich mündlich überlieferten Sagen. Von großsprecherischen Riesen, gewitzten Zwergen, vergrabenen Kriegskassen und natürlich vom Teufel und seinen Ränkespielen wird berichtet. Am eindrucksvollsten wirken jedoch die zahlreichen Sagen, in denen die Natur die Menschen des Mittelalters dominierte. Ihrer Magie standen sie vor Furcht zitternd oder in unerklärlicher Faszination gegenüber. Begünstigt wurde dieses Lebensgefühl durch die bizarren Felsformationen des Ithgebirges und durch die erst in der Neuzeit gerodeten tiefen Waldungen. Von den Bergen herabstürzende Wasserläufe bildeten geheimnisvolle Teiche und Moore. So verwundert es nicht, dass gleich mehrere Sagensammlungen hier entstanden. August Teiwes, Ulrich Baum und zuletzt Uwe Schakeit legten reichhaltige Sagenbände aus der Ithbörde vor. Die „Sage vom Höllenhund aus dem Schecken“ zeigt, wie eng die alten Sagen mit einer bestimmten realen Örtlichkeit verbunden sind. weiterlesen


Die Abstauber

Manchem Müller reichte es, sich nicht strafbar zu machen

Von Dorothee Balzereit Ob Schmied, Weber oder Bäcker: Das Bild vieler traditioneller Handwerksberufe hat sich im Laufe der Zeit sehr verändert, einige sind heute sogar ganz ausgestorben. Andere haben durch Automatisierung und Rationalisierung nur noch in Grundzügen Ähnlichkeit mit ihren ursprünglichen, prägenden Tätigkeiten. Sie sind mit der modernen Gesellschaft gewachsen, bedienen deren Bedürfnisse und erleichtern die Arbeit enorm. Doch auch die alten Abläufe beinhalten wertvolles Wissen, das durch das Auseinanderdriften von Mensch und Natur droht, in Vergessenheit zu geraten. Im Freilichtmuseum Detmold ist das anders: Dort wird gemüllert, gebacken und gesponnen wie früher. weiterlesen


Die geheimnisvolle Katze

Ihr Wesen beschäftigt den Menschen von jeher

Von Viktor Meissner In bundesdeutschen Haushalten gibt es mehr miauende als bellende Familienmitglieder – die Katze hat dem Hund schon längst den Rang abgelaufen. In Ägypten war sie heilig, Leonardo da Vinci nannte sie Meisterwerke der Natur. Im Märchen sind sie Begleiter der Hexen und dem Volksglauben nach sollen sie neun Leben besitzen oder Unglück bringen – Katzen faszinieren die Menschheit von jeher. weiterlesen


Die Melancholie des Schlafmohns

Mythos und Magie der Pflanzen

In der Bedeutung von Blumen, Blüten und Bäumen, von Wurzelwerk und Pflanzensäften liegen Magie und Mythos dicht beieinander. Vieles ist biblisch, manches teuflisch. Was uns aus früherer Zeit überliefert wurde, hat bisweilen noch heute Bestand.   weiterlesen


Die wahren Krimis schreibt die Geschichte

Aus der Sagenwelt des Schaumburger Landes

Weiße Frauen, Hexen, unschuldig verurteilte Jungfrauen, Werwölfe, kopflose Wiedergänger, Gespensterwesen, Feengestalten, Riesen und gute und böse Zwerge: Sie alle haben und hatten ihr Zuhause auch im Schaumburger Land, zumindest in der Sagen- und Legendenwelt, die sich in den vergangenen Jahrhunderten gebildet hat. weiterlesen


Die wilden Männer vom Walde

Besondere Popularität erlangte der hünenhafte Berggeist Rübezahl

Von Peter Weber Ehe die Einsamkeit dunkler Wälder zu einem Sehnsuchtsort romantischer Naturbegeisterung werden konnte, mussten diese erst ihren Schrecken verlieren. Von je her waren die riesigen, unzugänglichen Waldgebiete, die die gerodeten Inseln menschlicher Zivilisation hierzulande bedrohlich umstellten, eher Orte des Grauens, boten wilden Tieren in Wolfslöchern, Bärenhöhlen und Natterngruben Unterschlupf, Räuberbanden, aber auch geisterhaftem Volk Aufenthalt – Kobolden und Baumgeistern, denen nicht zu trauen war. weiterlesen


Ein göttlicher Bote

Der weiße Hirsch - Reittier in die Anderswelt

Der Hirsch ist in vielen Religionen das Symbol für den sterbenden und wiederauferstehenden Gott. In den meisten vorchristlichen Religionen ist der Hirschgott ebenfalls verkörpert. Im Schamanismus ist der Hirsch, meistens als weißer Hirsch, das Reittier in die Anderswelt. Auch in den keltischen Geschichten taucht der Hirsch im Zusammenhang mit der Nähe der oder dem Übergang in die Anderswelt auf. Die weiße Farbe ist neben ihrer Bedeutung als Reinheitssymbol auch eine Farbe für die Anderswelt. weiterlesen


Exzess in der Teufelsküche

Verschwanden die Kinder in einem Coppenbrügger Berg?

Von Dorothee Balzereit Eine weitere Theorie zur Rattenfängersage besagt, dass die Kinder nach einem ausufernden Fest in eine Höhle gelockt und dort verschüttet wurden. Der vermutete Grund: Dem heidnischen Treiben sollte ein Ende gesetzt werden. Wir haben versucht, uns in die Situation heineinzuversetzen. weiterlesen


Glückspilz, Rabenbrot und Krötenstuhl

Die psychedelische Wirkung Fliegenpilzes hinterließ in vielen Kulturen ihre Spuren

Von Peter Weber Es gehört zu den Kindheitserinnerungen früher Jahre, ihn während eines spätsommerlichen Sonntagspaziergangs im prächtigsten Komplementär aus dem Waldesgrün herauslugen zu sehen: den Fliegenpilz mit weißem Stiel und roter, gepunkteter Kappe. Und es war durchaus irritierend, dass ausgerechnet dieser schönste aller Pilze giftig sein sollte und sein Berühren elterlicherseits nicht geduldet wurde. Zu sehr fügte er sich doch in die Welt putziger Kinderbuchillustrationen, wo er, versehen mit Tür, Ofenrohr und Fensterläden, als Zwergenwohnung diente oder kleine Waldbewohner wie Raupe, Spinne oder Käfer vor Regen beschirmte. Dass ausgerechnet dieser nette Kerl dem Beelzebub, dem Herrn der Fliegen, zuzurechnen war und nicht die ordinäre Stinkmorchel, der Gestiefelte Schleimkopf, der Gallertige Zitterzahn oder sonstiges wunderliches Gekröse, das sich wie von Geisterhand im Zwielicht des Waldes aus dem Boden hob, das alles wollte sich dem kindlichen Gemüt nicht erschließen. weiterlesen


Gold, Gold, Gold

… und die Menschheitsgeschichte

Von Richard Peter Das Gelbe, wie Gold im Mittelalter auch genannt wurde, hatte schon im Altertum eine große Bedeutung. Man nimmt an, dass in China lange vorher Münzen benutzt wurden, die Gold enthielten. Ab dem 13. Jahrhundert wurde auch in Deutschland, zum Beispiel in Eisenberg, in Westfalen und südlich von Kassel Bergbau betrieben, um Gold abzubauen. Besonders ergiebig war das allerdings nicht. weiterlesen


Spieglein, Spieglein...

Der märchenhafte Erfolgsstory von Schneewittchen und den sieben Zwergen

Von Wilhelm Gerntrup Der Wettstreit trägt skurrile Züge: Mindestens vier deutsche Gemeinden wetteifern darum, die Heimat von Schneewittchen und den sieben Zwergen zu sein. Wer das für einen bloßen Reklamegag hält, wird eines Besseren belehrt. Auch in Märchen stecke oft ein Fünkchen historischer Wahrheit, so die Befürworter. weiterlesen


Von Hexensalben und Narkotika

Die Macht der Kräuterweiblein

Von Viktor Meissner Natürlich ging das einfache Volk bei Beschwerden aller Art nicht zu den studierten Ärzten, die konnte es sich gar nicht leisten. Hatte doch fast jedes Dorf, jede Stadt eine heilkundige Person mit pharmazeutischen Grundkenntnissen, bei der man auch allerlei Amulette und Zauber bestellen konnte. weiterlesen


Von Untoten und Wiedergängern

Vom Baxmann, der einfach nicht sterben konnte

Von Annette Hensel Ein Friedhof, Ruhestätte für die Toten. Plötzlich galoppiert ein kopfloser Reiter aus einer Gruft, streckt sich eine Kinderhand aus einem Grab in die Höhe ... Gruselszenen solcher Art sind keine Hollywood-Erfindung. Bereits 1552 wird in einem Lied von Hans Sachs von der Hand eines toten Jünglings berichtet, der seine Mutter zu Lebzeiten misshandelt hat und aus dem Grab heraus nach ihr greift. Ähnlich verhält es sich bei „Das eigensinnige Kind“ der Brüder Grimm, zu dem sie anmerken, es sei Sage und Glauben, dass dem, welcher seine Eltern schlägt, die Hand aus der Erde wächst.Tote, die keinen Frieden finden und in die Welt der Lebenden zurückkehren, sogenannte Untote, Seelen- oder Wiedergänger, begegnen uns in Sagen und Märchen immer wieder. Dazu zählt auch der Hessisch Oldendorfer Baxmann, einer, der etwas auf dem Kerbholz hat und bei einem Lebensalter von 91 Jahren (im 17. Jahrhundert!) in den Augen der Zeitgenossen mit dem Teufel im Bunde stehen muss. Cordt Baxmann war Turmwächter und Stadtmusikant des Ortes, später Pächter des Ratskellers. Er soll Wanderer beraubt und getötet haben, Kornschmuggel und und andere Betrügereien sagte man ihm nach, die Menschen gehen dem Mann aus dem Weg. weiterlesen


Wiederkehr des Lichts

Mit dem spätwinterlichen, keltischen Fest „Imbolc“ sind viele Bräuche und Sehnsüchte verbunden

Von Dorothee Balzereit Noch nicht Frühling, aber nicht mehr Winter, das ist die Zeit im Februar, in der einst das Kreuzviertelfest gefeiert wurde, auch Maria Lichtmess genannt. Es ist die Zeit, in der langsam wieder Leben in die Natur kommt und die Tage länger werden. Früher beobachteten die Bauern in dieser Zeit die Bären, denn wenn diese sich aus der Höhle wagten, war der Frühling nicht mehr fern. Als es keine Bären mehr gab, hielt man Ausschau nach dem Dachs und die Farmer in Amerika beobachteten das Waldmurmeltier. Als Lichtmess gilt dort der Murmeltiertag (Groundhog Day). Nach Samhain Anfang November und dem Wintersonnewendfest (Weihnachten), war Imbolc, auch Percht oder Fastnacht genannt, das dritte Fest im Jahreskreis der Kelten. weiterlesen