Hintergrund

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Beltane - die schönste Zeit im Jahr

Druide Michel vom Berch erläutert, was Löwenzahn, Gundermann und Gamander Ehrenpreis kann

Beltane, Walpurgis, Maifeiertag: Vom 30. April auf den 1. Mai wird die Ankunft des Frühlings gefeiert – wild und ausgelassen, Beltane kann zweifellos als das erotischste aller heidnischen Feste bezeichnet werden. Am tollsten treibt man es der Sage nach auf dem Brocken im Harz. Vom Hexentanzplatz in Thale reiten die Hexen auf Besen, Mistgabeln, Schweinen oder Böcken zum Hexensabbat auf dem Brocken. Zuvor reiben sie sich mit “Hexensalbe” ein, die aus den narkotisierenden Stoffen von Tollkirsche, Nachtschatten und Schierling gewonnen wird. Dort tanzen sie im Kreis mit dem Rücken zueinander um das Feuer herum und küssen anschließend dem Teufel den Hintern, heißt es. Dann lassen sie sich mit dem Teufel vermählen, worauf dieser die Hexen mit dem sogenannten Hexenmal zeichnet und ihnen die Fähigkeit zur Zauberei gibt. weiterlesen


Blutiger Dank

Die Macht der Rituale – ein blutiger Streifzug durchs hiesige Ernte-Brauchtum

Von Wilhelm Gerntrup Der August ist seit alters her als Erntemonat bekannt. Im Mittelalter sprach man vom „Aranmanoth“ (Ährenmonat), im vergangenen Jahrhundert kam „Ernting“ in Mode. Auch in diesen (August-) Tagen geht es auf den heimischen Feldern wieder rund. Anders als früher kriegt davon jedoch kaum noch jemand etwas mit. Das Mähen, Dreschen und Mahlen geht heutzutage vollautomatisch, schnell und weitgehend unbemerkt über die Bühne. Sensen, Sicheln und Harken findet man nur noch im Heimatmuseum. weiterlesen


Das Jahresrad der Kelten

Acht magische Zwischenzeiten

Von Dorothee Balzereit Sagen und Mythen sind ein Spiegel der Kultur. Im Gegensatz zu Märchen, die in einer zauberhaften aber zugleich abstrakten Welt spielen, sind sie stark beeinflusst von der umgebenden Natur. Ihr Werden und Vergehen haben unsere Vorfahren genau beobachtet. Das Jahr wurde mit einem achtspeichigen Rad gleichgesetzt, das sich um die eigene Achse dreht. Alle zwei Monate begann ein neuer Abschnitt und es wurde ein bedeutungsvolles Fest gefeiert – mal der Sonne, mal dem Mond zugeordnet. Der Übergang wurde als magische Zeit empfunden, in denen schöpferisches Chaos herrschte und die Grenzen verwischten: Geister und Götter traten mit den Menschen in Kontakt - Zeit, sich tief zu erinnern und fallen zu lassen. Ein Blick auf diese magischen Zwischenzeiten hilft zu verstehen, von welchen Elementen viele Sagen und Bräuche – in der Folge auch christliche – Riten und Feste beeinflusst sind. Ein Überblick. weiterlesen


Der wundersame Holunder

Vom bemerkenswerten Eigenleben eines unscheinbaren Strauches

Von Peter Weber Kaum ein heimisches Gewächs hat in den letzten Jahren so an Ansehen gewonnen wie der schwarze Holunder. Haftete ihm doch lange Zeit etwas von den dürftigen Verhältnissen der Nachkriegszeit an, war der Saft seiner Beeren allenfalls als antigrippales Heißgetränk geduldet. Nunmehr ist er mit dem Aufleben der Naturmedizin in seinen vielfältigen Wirkungsweisen wieder allseits geschätzt, füllt mit feinen Rezepturen ganze Kochbücher oder stimmt mit einem „Hugo“ ganze Festgesellschaften auf Kommendes ein. weiterlesen


Die Wurzeln des Osterfests

Zeit der Hoffnung

Von Wilhelm Gerntrup Kaum ein anderes Fest ist so mit Symbolen befrachtet wie Ostern. Von den Christen als Auferstehung Jesu gefeiert, reicht die kulthafte Bedeutung des neben Pfingsten ältesten und wichtigsten christlichen Festes bis in die frühe Menschheitsgeschichte zurück. Ostern markiert den Zeitpunkt des Lichtwerdens, des Erwachens und der Wiederauferstehung der Natur und des Lebens. Dieser Hoffnung spendende und Neuanfang verheißende Moment wird seit Menschengedenken weltweit gefeiert. Das Gemisch zwischen christlichen und heidnischen Ursprüngen kommt bis heute im Brauchtum zum Ausdruck. Die Einzelrituale sind von Region zu Region und von Ort zu Ort verschieden. weiterlesen


Exzess in der Teufelsküche

Verschwanden die Kinder in einem Coppenbrügger Berg?

Von Dorothee Balzereit Eine weitere Theorie zur Rattenfängersage besagt, dass die Kinder nach einem ausufernden Fest in eine Höhle gelockt und dort verschüttet wurden. Der vermutete Grund: Dem heidnischen Treiben sollte ein Ende gesetzt werden. Wir haben versucht, uns in die Situation heineinzuversetzen. weiterlesen


Guter und böser Zauber

Welche Rolle er im Mittelalter spielte – und wo er heute noch auftaucht

Von Andrea Tiedemann Bei Märchen und Sagen gehört sie zum Standard-Repertoire: die Magie. Sei es die Hexe, ein magischer Gegenstand oder ein böser Fluch – all dies hat seinen Platz in den Geschichten. Wie zum Beispiel in Schneewittchen: Nur mit ihrem schlauen Zauberspiegel kann die böse Stiefmutter herausfinden, wer ihre Konkurrentin – die schöne Stieftochter – ist. Er verrät sogar, dass sich Schneewittchen bei den sieben Zwergen aufhält und lässt so die Vergiftungen für die Märchenfigur erst zur Gefahr werden. Doch Magie war nicht immer nur auf dem Papier und in der Phantasie der Menschen vorhanden – heute wie damals gibt es Spuren von schwarzer und weißer Magie im realen Leben. Dabei scheint die schwarze Magie, die Schaden anrichten und Verwünschungen verwirklichen soll, eine höhere Anziehungskraft zu besitzen als die weiße Magie, die Gutes wie etwa Schutz und Heilung bewirken soll. Die Internet-Suchmaschine Google zumindest listet für schwarze Magie an die 464 000 Ergebnisse auf – sucht man nach weißer Magie, werden nur rund 192 000 Ergebnisse ausgespuckt. weiterlesen


Kultstätte Externsteine

Felsformation mit magischer Anziehungskraft

Von Gabriele Laube Wenn am 21. Juni der längste Tag in die kürzeste Nacht übergeht, werden die Externsteine im Teutoburgerwald wieder zum Anziehungspunkt für Tausende Pilger und Neugierige. Viele ungelöste Rätsel umwehen die Kultstätte, zahlreich wie Sandkörner entspringen Mythen, Sagen und Geheimnisse den düsteren, bizarr zerklüfteten Externsteinen und geben Historikern, Esoterikern, Astrowissenschaftlern und Touristen Rätsel auf. weiterlesen


Mystischer Vollmond 

Sein Licht bringt Menschen sicher heim, steuert die Gezeiten, lässt Werwölfe heulen 

      Viele leiden unter schlaflosen Nächten, wenn der Mond mit ganzer Stärke ins Schlafzimmer leuchtet. Sich im Bett herumwälzend fällt es leicht, seinen Kräften die Schuld dafür zuzuschieben.    weiterlesen


Poltern gegen Geister

Von uralten Bräuchen rund um die Hochzeit

Der Start ins Eheleben war schon immer etwas Besonderes. Nicht umsonst ist von „Hochzeit“ (niederdeutsch „Hoogtied“ oder „Hachtyd“) die Rede. Ein Vorgang, der neben dem Paar nicht nur deren Familien, Freunde und Nachbarn, sondern zu allen Zeiten auch die Obrigkeit interessierte . Anders gesagt: Heiraten, früher auch „freyen“ genannt, war und ist keine Privatangelegenheit. Schließlich hat die Gründung eines derartigen Unternehmens - im Hinblick auf die Nachkommenschaft – auch „staatstragende“ Bedeutung. weiterlesen


Umfangen von den Rauhnächten

Von Dorothee Balzereit Wenn sich die Zeit der dunkelsten, tiefsten Nacht des Jahres nähert, stehen die Rauhnächte vor der Tür. Jene sagenumwobenen 12 Nächte, die eine mystische Übergangszeit zwischen den Jahren bilden. Es ist eine Zeit zwischen der Zeit, in der sich die Tore zu einer anderen Dimension öffnen. Das „Wilde Heer“ tobt durch die Lüfte, Frau Holle geht um und Orakel erlauben einen Blick in die Zukunft. Früher sagten die Leute, dass in dieser Zeit die Geister Ausgang haben. weiterlesen


Vom Aberglauben

Der ewige Wunsch, die Welt berechenbar zu machen

Von Richard Peter Glaube ist das eine, Aberglaube das andere. Und manchmal verwischen die Begriffe bis zur Unkenntlichkeit. So aufgeklärt wir auch sind – die Nummer 13 als Hotelzimmer ist immer noch weitgehend tabu. Auch wenn sich im Fußball die Nummer längst durchgesetzt hat. Dennoch: man logiert auf 12 a – oder die Zahl wird vorsichtshalber übersprungen. Es gibt sie einfach nicht. Ursprung des so hartnäckig sich behauptenden Mythos: Judas war der 13. am Abendmahlstisch. Und weil Jesus an einem Freitag starb, ist Freitag der 13. ein potenzieller Unglückstag. Vor allem in Italien – samt Empfehlung: „nichts zu tun“. Was ihnen möglicherweise entgegenkommt. Vor allem: kein Violett zu tragen“ – warum auch immer. Dazu kommt, dass an einem Freitag dem 13. der französische König Philipp IV. die Verhaftung der Tempelritter angeordnet hat. Ein Blutbad. Und quasi als i-Tüpfelchen: die 13 gilt als Dutzend des Teufels. Übrigens gibt es in jedem Jahr mindestens einen Freitag den 13. - 2012 wurde mit drei Unglücks-Freitagen deren Höchstzahl pro Jahr erreicht. weiterlesen


Von Untoten und Wiedergängern

Vom Baxmann, der einfach nicht sterben konnte

Von Annette Hensel Ein Friedhof, Ruhestätte für die Toten. Plötzlich galoppiert ein kopfloser Reiter aus einer Gruft, streckt sich eine Kinderhand aus einem Grab in die Höhe ... Gruselszenen solcher Art sind keine Hollywood-Erfindung. Bereits 1552 wird in einem Lied von Hans Sachs von der Hand eines toten Jünglings berichtet, der seine Mutter zu Lebzeiten misshandelt hat und aus dem Grab heraus nach ihr greift. Ähnlich verhält es sich bei „Das eigensinnige Kind“ der Brüder Grimm, zu dem sie anmerken, es sei Sage und Glauben, dass dem, welcher seine Eltern schlägt, die Hand aus der Erde wächst.Tote, die keinen Frieden finden und in die Welt der Lebenden zurückkehren, sogenannte Untote, Seelen- oder Wiedergänger, begegnen uns in Sagen und Märchen immer wieder. Dazu zählt auch der Hessisch Oldendorfer Baxmann, einer, der etwas auf dem Kerbholz hat und bei einem Lebensalter von 91 Jahren (im 17. Jahrhundert!) in den Augen der Zeitgenossen mit dem Teufel im Bunde stehen muss. Cordt Baxmann war Turmwächter und Stadtmusikant des Ortes, später Pächter des Ratskellers. Er soll Wanderer beraubt und getötet haben, Kornschmuggel und und andere Betrügereien sagte man ihm nach, die Menschen gehen dem Mann aus dem Weg. weiterlesen


Von uralten Rezepten

Zwischen Magie und Wissenschaft - Was von der Medizin unserer Vorfahren geblieben ist

„Warze alt. Warze kalt. Warze ab.“ Mit dieser Formel behandelt der Leiter der Klinik für Psychosomatik und Psychotherapie an der Justus-Liebig-Universität Gießen Patienten mit Warzen. Zusätzlich gibt Professor Uwe Gieler noch Kochsalzlösung auf die Warzen, die nach dem Verdampfen Salzkristalle hinterlässt. weiterlesen


Wundersame „Weiße Nächte“

Von den uralten Wurzeln der Sonnenwendfeste

Von Peter Weber Während in Skandinavien und im Baltikum die ausgelassene Feier der Sommersonnenwende zu den Höhepunkten des Jahres gehört, will sich hierzulande ein solch unverkrampftes Treiben nicht einstellen, zu nachhaltig wirkt, wie sehr diese alte Tradition in den 20er und 30er Jahren vaterländischem Pathos und einem kruden germanischen Weltbild einverleibt wurde. Zudem fehlt unseren Breiten der Kern des nordischen Überschwangs, das dauerhaft waltende Tageslicht, das einen kurzen Triumph über die Dunkelheit feiert, dabei aber die Psyche des Menschen gehörig aus dem Lot zu bringen vermag. weiterlesen


Zauberhafte Rauhnächte

Was Fliegenpilze, Schweine und Räucherwerk mit Weihnachten und Silvester zu tun haben

Von Dorothee Balzereit Wenn sich die Zeit der dunkelsten, tiefsten Nacht des Jahres nähert, stehen die Rauhnächte vor der Tür. Jene sagenumwobenen 12 Nächte, die eine mystische Übergangszeit zwischen den Jahren bilden. Es ist eine Zeit zwischen der Zeit, in der sich die Tore zu einer anderen Dimension öffnen. Das „Wilde Heer“ tobt durch die Lüfte, Frau Holle geht um und Orakel erlauben einen Blick in die Zukunft. Früher sagten die Leute, dass in dieser Zeit die Geister Ausgang haben.Bei unseren Vorfahren galten die Nächte als etwas ganz Besonderes, man zog sich zurück, arbeitete nicht, verbrachte die Zeit mit der Familie und erzählte sich bei Kerzenschein Geschichten. Außerdem wurde mit Leidenschaft orakelt. Geister wurden wahlweise beschworen oder ausgetrieben. Die Rauhnächte galten als die geheimnisvollste Zeit des Jahres – kein Wunder, dass sich daraus eine Menge Rituale, Bräuche und natürlich Aberglauben entwickelten. Wir haben bekannte und weniger bekannte zusammengestellt - manche strotzend vor Aberglauben. Aber auch ein Freiraum, dessen Rituale einfach zum Nachdenken anregen. weiterlesen


Zu Besuch beim Druiden

Über das Wirken von Michel vom Berch

Von Dorothee Balzereit Michel vom Berch sagt über sich selbst, er sei ist ein neuzeitlicher Druide. Aber auch die Bezeichnung Phytologe, Aromatherapeut oder Philanthrop sei nicht verkehrt. Fakt ist: Der heute 60-Jährige sammelt seit seinem sechsten Lebensjahr Kräuter, Pilze und Rezepte. Für das, was er liebt, hat der erfolgreiche Firmengründer seine Geschäfte an den Nagel gehängt. weiterlesen