Hintergrund

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Legenden und Brauchtum zum Martinstag

Vom Himmelssturm Wotans bis zum Martini-Markt

Von Wilhelm Gerntrup Der November ist seit alters her der Monat der Rückbesinnung und inneren Einkehr. Zu keiner anderen Jahreszeit gab und gibt es so viele Gedenktage. Den Auftakt machen die Katholiken mit Allerheiligen und Allerseelen (1. und 2.). Am 16. November des Jahres stimmen sich die evangelischen Gläubigen mit ihrem Buß- und Bettag auf den Totensonntag am 20. November ein. Zwischendurch wird am 9. an „Reichskristallnacht“ und Judenpogrome erinnert. Und seit den 1920er Jahren wird am 14. November ebenfalls konfessionsübergreifend – ein Volkstrauertag begangen Kein Wunder, dass es der am kommenden Samstag anstehende und eher fröhlich daher kommende „Martinstag“ zwischen all den schwermütig-schwergewichtigen Anlässen nicht leicht hat. weiterlesen


Blutiger Dank

Die Macht der Rituale – ein blutiger Streifzug durchs hiesige Ernte-Brauchtum

Von Wilhelm Gerntrup Der August ist seit alters her als Erntemonat bekannt. Im Mittelalter sprach man vom „Aranmanoth“ (Ährenmonat), im vergangenen Jahrhundert kam „Ernting“ in Mode. Auch in diesen (August-) Tagen geht es auf den heimischen Feldern wieder rund. Anders als früher kriegt davon jedoch kaum noch jemand etwas mit. Das Mähen, Dreschen und Mahlen geht heutzutage vollautomatisch, schnell und weitgehend unbemerkt über die Bühne. Sensen, Sicheln und Harken findet man nur noch im Heimatmuseum. weiterlesen


Die Geschichte geht weiter...

...aber wie? Gewinnspiel zur Spurensuche in Siebenbürgen

Von Ulrich Behmann und Julia Niemeyer „Und die Geschichte geht weiter.“ Mit Kohle hat jemand diesen Satz auf einen Brunnen in Hamlesch geschrieben. Jenem Ort in Siebenbürgen, der wenigstens dem Namen nach einen Bezug zur Rattenfängerstadt Hameln nahelegt. Einem Ort mit zwei Höhlen, die die Einheimischen „Löcher“ nennen, und von denen sie eher scherzhaft berichten, dass die Hamelner Kinder aus einem von ihnen herausgekommen sind. Ähnliche Geschichten werden auch anderswo in Siebenbürgen erzählt, etwa im nahegelegenen Talmesch oder in Almesch, die beide ebenfalls mit Höhlen aufwarten können. Beweise für die eine oder andere Version gibt es naturgemäß nicht. Einzig der Schlusssatz der Grimm'schen Rattenfängersage deutet konkret darauf hin, dass die entführten Kinder überhaupt nach Siebenbürgen gezogen sein könnten. Aber was wäre, wenn…? Wenn es sich tatsächlich so und nicht anders zugetragen hätte, wie von den Brüdern Grimm beschrieben? weiterlesen


Ein göttlicher Bote

Der weiße Hirsch - Reittier in die Anderswelt

Der Hirsch ist in vielen Religionen das Symbol für den sterbenden und wiederauferstehenden Gott. In den meisten vorchristlichen Religionen ist der Hirschgott ebenfalls verkörpert. Im Schamanismus ist der Hirsch, meistens als weißer Hirsch, das Reittier in die Anderswelt. Auch in den keltischen Geschichten taucht der Hirsch im Zusammenhang mit der Nähe der oder dem Übergang in die Anderswelt auf. Die weiße Farbe ist neben ihrer Bedeutung als Reinheitssymbol auch eine Farbe für die Anderswelt. weiterlesen


Martinsabend

Vom Himmelssturm Wotans bis zum Martini-Markt – Legenden und Brauchtum um den Martinstag

Von Wilhelm Gerntrup Der November ist seit alters her der Monat der Rückbesinnung und inneren Einkehr. Zu keiner anderen Jahreszeit gab und gibt es so viele Gedenktage. Den Auftakt machen die Katholiken mit Allerheiligen und Allerseelen (1. und 2.). Am 16. November des Jahres stimmen sich die evangelischen Gläubigen mit ihrem Buß- und Bettag auf den Totensonntag am 20. November ein. Zwischen diesen Tagen wird am 9. an „Reichskristallnacht“ und Judenpogrome erinnert. Und seit den 1920er-Jahren wird am 14. November ebenfalls konfessionsübergreifend – ein Volkstrauertag begangen. weiterlesen


Unter Nixen und Wassermännern

Was im bewegten Element so los ist

Von Wilhelm Gerntrup Das Prinzip aller Dinge ist das Wasser; aus Wasser ist alles und ins Wasser kehrt alles zurück“, erkannte der große griechische Philosoph und Naturwissenschaftler Thales von Milet vor zweieinhalbtausend Jahren. Ob und wie viele Menschen es damals schon in der hiesigen Wesergegend gab und wie sie es mit dem wundersamen Nass hielten, weiß man nicht. Sicher ist jedoch dies: so poetisch wie der weise antike Gelehrte konnten sie ihre Erfahrungen mit der Quellflüssigkeit nicht in Worte fassen. weiterlesen


War der Rattenfänger ein Lokator?

Von der Theorie, dass die Hamelner Kinder mit einem Werber nach Osten zogen

Von Dorothee Balzereit Waren die 130 verschwundenen Kinder aus Hameln Siedler, die mit einem Lokator ("Platzmacher"), damals eine Art Siedluingsanwerber, gen Osten zogen? Wir haben versucht, uns in die Situation der Menschen damals hineinzuversetzen. weiterlesen


Zogen Hamelns Kinder nach Nordosten?

Die Spur führt nach Brandenburg

Von Michael Zimmermann Wo sind sie hin, die Kinder Hamelns, die angeblich im Jahr 1284 vom Rattenfänger aus der Stadt gelockt wurden? Unzählige Theorien gibt es rund um den historischen Kern der Sage. Auch an der Maas wollen Forscher Spuren aus dem Weserbergland entdeckt haben, schließlich klängen dort besonders viele Orte für heimische Ohren vertraut. weiterlesen


„Ein Land, das gegen unsere Füße liegt“

Exodus Hamelensis – über geheimnisvolle Höhlen und verlorene Namen / Spurensuche in Siebenbürgen

Von Julia Niemeyer und Ulrich Behmann Wohin sind sie entschwunden? Wo sind sie geblieben? Nach den Brüdern Grimm sind die Kinder der Stadt Hameln nach Siebenbürgen geführt und dort aus einer Höhle hervorgetreten. Dennoch sind die 130 Frauen, Männer und Kinder bis heute wie vom Erdboden verschluckt. Was ist dran an dieser Version der Rattenfängersage? Was spricht für Siebenbürgen – und was dagegen? weiterlesen